Saalhausen und Oberhundem machen Natur mit allen Sinnen erlebbar

Naturparkinfozentrum „Feuer und Wasser“ mit zwei Standorten eingeweiht

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In Saalhausen wusste Ranger Ralf Schmidt bei seinem Rundgang mit den Gästen viele Fragen zum Element Wasser zu beantworten.

Saalhausen/Oberhundem. Offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde jetzt das Naturparkinfozentrum „Feuer und Wasser“ mit den beiden Stationen Saalhausen und Oberhundem. Bei idealem Frühlingswetter waren viele Besucher zu den beiden Standorten gekommen – in Oberhundem zum „Haus des Gastes“ im Kurpark und in Saalhausen zum Kur- und Bürgerhaus, in unmittelbarer Nähe des „TalVital“.

In seinem Grußwort betonte Bernd Fuhrmann, Vereinsvorsitzender Naturpark Sauerland Rothaargebirge, dass er es toll finde, dass sich Kinder und Jugendliche für ihre Umgebung und die Welt interessieren und sich Gedanken machen. „Uns ist es wichtig, gerade Kindern Wissen über die Natur und die Region zu vermitteln. Sie sind unsere Zukunft und die Zukunft unserer Umwelt.“

Um das ganz konkret umzusetzen und zu erreichen, habe man die Idee der Naturpark-Infozentren entwickelt, sich beim Landeswettbewerb Naturpark NRW 2018 beworben und den ersten Platz erreicht, der mit einer Förderung von 300.000 Euro dotiert war. Der Bürgermeister der Stadt Bad Berleburg lobte das Konzept der Gemeinde Kirchhundem und der Stadt Lennestadt, besonders die Idee, zwei Standorte zu verbinden.

Jeder Standort legt dabei seinen eigenen Schwerpunkt. In Oberhundem ist es das Thema „Feuer“, Saalhausen steht für „Wasser“. „Die erfolgreiche Zusammenarbeit der beiden Orte wird auch in Form dieses Naturpark-Infozentrums noch einmal verstärkt.“ Fuhrmann dankte allen, die sich für die Idee und den Aufbau dieses Projekts stark gemacht haben.

Bürgermeister Andreas Reinery lobte in seinem Grußwort in Oberhundem die Gemeinde mit dem Luftkurort Oberhundem als eine Tourismus-Gemeinde, die über eine bedeutsame naturräumliche Ausstattung, herrliche Landschaft und unendliche Natur mit einem gut gepflegten Wanderwegenetz verfüge. Sie gehört ferner zu den Sauerland Wanderdörfern und der ersten Qualitätsregion Wunderbares Deutschland. Der erste Bürger der Gemeinde Kirchhundem lobte die seit 14 Jahren gute touristische Zusammenarbeit mit der Stadt Lennestadt und den Naturpark, in dieser Form der zweitgrößte in Deutschland als einen Leuchtturm, Oberhundem und Saalhausen mit ihrer zentralen Lage als geografisches Herz im Naturpark. Auch Reinery dankte allen, die sich bei diesem Projekt eingebracht haben.

Die Naturpädagogin Liesel Kipp (Mitte) erklärte während einer Kräuterwanderung im Kurpark in Oberhundem die von den Teilnehmern gepflückten Wildkräuter und Pflanzen.

Dem schloss sich Karsten Schürheck, als Vertreter von Lennestadts Bürgermeister Stefan Hundt, bei der Eröffnung in Saalhausen an. Der Beigeordnete machte klar, dass das Naturparkinfozentrum ein Naturerlebnis vermitteln solle mit Erlebnisangeboten zum Entdecken, Anfassen und Mitmachen. Auch die heute nicht wegzudenkende Digitalisierung ist mit den multimedialen Stationen vorhanden und da in Saalhausen das Wasser im Vordergrund stehe, sei das eine Sache mit vielen spannenden und interessanten Themen. Auch die Lenne, besonders in Saalhausen, sei als Erholungsraum ein wichtiger Tourismusfaktor und mit 130 Kilometer eine Lebensader des Naturparks. Clemens Lüdtke, Tourismuschef, gab anschließend noch ergänzende Infos.

In den beiden Standorten erwartet die Besucher eine moderne Mischung aus Mitmach-Stationen, Infotafeln und virtuellen Entdeckungstouren. Ein besonderes Highlight ist der „Multitouch-Tisch“ mit Wissenswertem zum Naturpark Sauerland Rothaargebirge. Am Eröffnungstag sorgte bei beiden Standorten ein dem Schwerpunkt entsprechendes Programm für einen gelungenen Einstieg in das neue Projekt „Naturparkinfozentrum“.

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