Birgitta Pieters hat viel vor

Neue Direktorin am Gymnasium Lennestadt vorgestellt

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Lennestadts Bürgermeister Stefan Hundt beglückwünschte die neue „GymSL“-Direktorin, Birgitta Pieters, zu ihrer neuen Funktion. Hubertus Schulze (r.) hatte die Schule zuletzt kommissarisch geleitet. 

Altenhundem. Das städtische Gymnasium Lennestadt (GymSL) hat eine neue Direktorin. Birgitta Pieters, die schon seit 26 Jahren Teil des Kollegiums ist, stellt sich der Herausforderung, die Schule mit ihren aktuell rund 700 Schülern als Leiterin erfolgreich in die Zukunft zu führen.

Dabei hat sie viel vor, wie bei einem Pressegespräch in dieser Woche deutlich wurde. Fünf Themenfelder spielen eine zentrale Rolle. „Zunächste möchte ich unser Schulmotto ‘Miteinander – Füreinander‘ auf allen Ebenen vorantreiben“, so Pieters. Eltern, Schüler, Lehrer und der Schulträger sollen in einem transparenten Kommunikationsprozess im Austausch bleiben.

Das zweite Themenfeld ist die Digitalisierung. Die „GymSL“-Schüler sollen in verschiedenen Bereichen fit gemacht werden, für das brandaktuelle Thema in der weltweiten Wirtschaft.

„Gesunde Schule“ steht ebenfalls auf ihrer Agenda. Gesunde Ernährung, gesundes Lebensverhalten und dergleichen mehr soll am „GymSL“ künftig eine wichtige Rolle spielen. „Wir wollen im Unterricht, aber auch außerunterrichtlich Veränderungsprozesse initiieren“, so Pieters. Eine Projektwoche im September werde hier ein wichtiger Baustein sein.

Das vierte Themenfeld betrifft die Globalisierung und hier besonders die Sprachen. Die bestehenden Schulangebote wie Englisch oder Französisch, aber auch Chinesisch und Japanisch sollen weiter ausgebaut werden, um die Schüler für internationalen Austausch vorzubereiten.

Nicht zuletzt liegt Birgitta Pieters der MINT-Bereich am Herzen. Strukturelle Verbesserungen in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern – wie zum Beispiel die Zusammenarbeit mit heimischen Firmen – sollen nicht nur den begabten Schülern neue Möglichkeiten eröffnen.

Mit den Worten „Sie werden das richtig gut machen. Davon bin ich überzeugt“ beglückwünschte Bürgermeister Stefan Hundt die neue Schulleiterin. Er, wie „ausdrücklich auch der gesamte Stadtrat“, freuen sich, dass die neue Schulleiterin das Gymnasium und seine Abläufe bereits gut kenne. Auch von Seiten des Schulträgers werde man 2018 aktiv: Das Außengelände soll genau unter die Lupe genommen und optimiert werden. Hundt denkt da beispielsweise an eine bessere Nutzung des Waldes hinter der Schule oder eine Einbeziehung des Obsthofes. Auch baulich soll etwas passieren: „Block D ist reif“, so Hundt. Die Mittel dafür seien im Haushalt aufgeführt. Und auch sonst sicherte Hundt der neuen Schulleiterin Unterstützung zu, denn „das Gymnasium wird in der künftigen Schulentwicklung eine noch wichtigere Rolle spielen, als bisher.“

Birgitta Pieters nahm die guten Wünsche dankend entgegen und geht nun voller Motivation an ihre neuen Aufgaben. In enger Zusammenarbeit mit dem kommissarischen Schulleiter Hubertus Schulze hatte sie in der Zeit nach dem Weggang von Werner Hücking ausreichend Gelegenheit, die Abläufe der Schulleitung kennenzulernen. So sei sie zu dem Entschluss gekommen: „Schule gestalten ist etwas sehr schönes. Das ist es, was ich machen möchte.“

Zur Person

Birgitta Pieters (56) wohnt in Freudenberg, ist verheiratet und hat vier Kinder.

Die gebürtige Leverkusenerin studierte nach dem Abitur am dortigen Freiherr-von-Stein-Gymnasium die Fächer Biologie, Sport und Pädagogik in Köln und Bielefeld. Nach dem Referendariat in Bergneustadt war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni Siegen und Studienrätin z.A. an einer Gesamtschule in Duisburg.

Seit 1991 ist sie am „GymSL“ und hat hier bereits viele Aufgabenbereiche erfüllt, u.a. Tutorin, Vorsitzende des Lehrerrats, Mitglied der erweiterten Schulleitung.

Zuletzt absolvierte sie die notwendigen Schulleiterqualifizierungs-Seminare.

Auch als Direktorin will sie mit verringerter Stundenzahl weiter unterrichten.

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