Ein neue vierte Gruppe

Das sind die Kinder der neu geschaffenen vierten Gruppe des Altenhundemer St. Marien Kindergartens mit zwei ihrer Erzieherinnen, Lilia Root (r.) und Kirstin Haider sowie der Leiterin Martina Beckmann (lks.) Foto: Dieter Dörrenbach

Nach einer langen Genehmigungsphase und zügigen Aus- und Umbauarbeiten konnte der St. Marien Kindergarten in Altenhundem planmäßig zum neuen Kindergartenjahr 2009/10 Anfang August mit dem erweiterten Angebot eines Vier-Gruppen-Kindergartens starten und damit weiteren Kindern mit Rechtsanspruch einen Kindergartenplatz an ihrem Wohnort ermöglichen.

Die Feier, mit der Einsegnung der vierten Gruppe, fand am vergangenen Mittwoch statt. Diese vierte Gruppe besteht aus 23 Kindern im Alter von drei bis fünf Jahren, die von drei Erzieherinnen betreut werden. Doch bis zur Realisierung dieser zusätzlichen Gruppe war es ein von Engagement geprägter Weg seitens des Trägervereins des Kindergartens und deren Eltern.

Der Kirchenvorstand der St. Agatha Gemeinde entscheidet als Träger und spricht sich im September 2008 für eine vierte Gruppe aus, weil die vorhandenen Plätze einfach zu wenig sind. Für diesen Sommer lagen bereits rund 60 Anmeldungen vor, es gab jedoch nur 23 freie Plätze. Als Lösung wurde vom Kreis vorgeschlagen, die Kinder auf die Kindergärten der umliegenden Orte zu verteilen. Für den Trägerverein war dies aber keine Alternative. So sammelten die Eltern in kurzer Zeit weit über 100 Unterschriften und im Januar fuhren über 50 Eltern und Kinder mit einem Bus zum Kreisjugendamt nach Olpe und demonstrierten eindrucksvoll den Bedarf für eine neue vierte Gruppe.

Ein einmaliges Engagement

"Ein bisher einmaliges Engagement", lobte Fachbereichsleiter Michael Färber den tollen Einsatz der Altenhundemer und versprach, sich mit den Argumenten auseinander zu setzen. Nachdem der Landschaftsverband Westfalen-Lippe auch seine Zusage erteilt hatte, konnte eine vierte Gruppe eingerichtet werden. "Zu diesem positiven Ergebnis haben die Eltern und Kinder, aber auch die Erzieherinnen wesentlich beigetragen", lobt Kindergartenleiterin Martina Beckmann das großartige Engagement aller Beteiligten. "Mit der vierten Gruppe kamen neue Herausforderungen auf uns zu", betont Martina Beckmann, wie beispielsweise ein neuer Gruppenraum, und "von einem Tag auf den anderen Tag" mit dieser neuen Situation fertig zu werden. Diese Schwierigkeiten gehören nun der Vergangenheit an. Dank finanzieller Mittel durch den Kreis, der Stadt, Sponsoren und des Trägervereins sowie ehrenamtlichen Leistungen der Eltern konnte das Projekt "Vierte Gruppe" erfolgreich abgeschlossen werden. Auch die besondere Herausforderung eines Wasserrohrbruches, drei Viertel des Kindergartens stand unter Wasser, vor den Ferien wurde erfolgreich gemeistert. Auch hier lobt Martina Beckmann das großartige Engagement der Eltern und der Handwerker, die in sieben Wochen die Schäden beseitigten. Für fünf Wochen wurde das Pfarrzentrum zum Kindergarten.

Den St. Marien Kindergarten besuchen derzeit 95 Kinder, die von elf Erzieherinnen betreut werden. Eine Erzieherin kümmert sich ausschließlich um Kinder mit Behinderungen.

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