Neues Naturschutzgebiet

Der Kreis Olpe ist mit dem heutigen Sonntag um ein Naturschutzgebiet reicher: Dann wird eine ordnungsbehördliche Verordnung rechtswirksam, die das 136 Hektar große Areal "Bilstein/Rosenberg" in Lennestadt unter besonderen Schutz stellt.

Bei der Fläche handelt es sich zu 100 Prozent um Staatswald im Eigentum des Landes NRW. Mit der Unterschutzstellung werden die Lebensgemeinschaften und Lebensstätten seltener, gefährdeter und landschaftsraumtypischer Tier- und Pflanzenarten erhalten und wiederhergestellt. Insbesondere sollen dadurch ältere Hainsimsen-Buchenwälder und Buchen-Traubeneichenwälder geschützt werden.

Zudem, so das Dezernat für Natur- und Landschaftsschutz der Bezirksregierung Arnsberg, sei das Gebiet "aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, landeskundlichen und erdgeschichtlichen Gründen schützenswert". Weitere Kriterien: Seltenheit, besondere Eigenart und hervorragende Schönheit. Langfristiges Ziel ist dort unter anderem die Entwicklung eines Laubwaldgebietes mit Arten, die für heimische Laubwaldgesellschaften typisch sind.

Zusammenarbeit vor Ort

Im Naturschutzgebiet "Bilstein/Rosenberg" gilt von jetzt an: Besuchern ist das Betreten des Gebietes - abgesehen von besonderen behördlichen Genehmigungen - nur auf den bereits vorhandenen Gehwegen erlaubt.

Im Rahmen des Verfahrens nach dem Landschaftsgesetz NRW wurden Bedenken und Anregungen - soweit wie möglich - berücksichtigt. Die erfolgte Unterschutzstellung ist auch das Ergebnis einer kooperativen Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren vor Ort. Beteiligt waren das Regionalforstamt Kurkölnisches Sauerland, die Stadt Lennestadt, der Kreis Olpe und nicht zuletzt die Jugendherberge Burg Bilstein sowie das Deutsche Jugendherbergswerk (Landesverband Westfalen-Lippe).

Ohne diesen kooperativen Dialog, so das zuständige Dezernat der Bezirksregierung, wäre es etwa schwierig gewesen, die Interessen der örtlichen Jugendherberge ausreichend zu berücksichtigen.

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