Elspe Festival erneuert die Dachmembrane

Neues Zelt für Naturbühne

Ein ungewohntes Bild, Schnee im Zuschauerraum des Elspe Festivals. Bis zur Sommersaison soll das neue Dach fertiggestellt sein. Foto: Elspe Festival

Elspe. Wer sich derzeit auf den Weg zum Elspe Festival macht, wird ein herausragendes Merkmal der Naturbühne vermissen.

Wer sich derzeit auf den Weg zum Elspe Festival macht, wird ein herausragendes Merkmal der Naturbühne vermissen. Das Zeltdach über dem Zuschauerraum gleicht einem Spinnennetz aus Stahlseilen, die Zeltmembrane wurde entfernt und lässt so Regen und Schnee ungehindert in die Zuschauerränge fallen. Doch die Freunde von Winnetou und Old Shatterhand müssen sich keine Sorgen machen, im Sommer im Sauerländer Regen zu sitzen. Anfang März soll damit begonnen werden, eine neue Membrane auf die Stahlkonstruktion zu bringen. Im Mai sollen die Arbeiten dann abgeschlossen sein, zur Inszenierung von „Der Schatz im Silbersee“ soll ein neues Dach für Schutz sorgen.

Das Dach wurde im Jahr 1978 errichtet, hat 36 Jahre lang gute Dienste geleistet. Eine Besonderheit ist dabei, dass kein Pfeiler die Sicht auf die Bühne stört. Die Konstruktion wurde dem Dach des Münchener Olympiastadions nachempfunden.

Getragen von vier großen Pfeilern, an neun Punkten aufgehängt, überspannt es etwa 2500 Quadratmeter. Genügend Platz für 4400 Zuschauer.

Drei Jahre zuvor war der Zuschauerraum zu klein geworden und wurde von 2000 Sitzplätzen auf 4400 erweitert.

Schutz vor Regen, Schnee und Sonne

In den vergangenen Jahren musste das Zeltdach einiges aushalten. Es hat Tonnen von Schnee- und Eislast mühelos getragen, insgesamt mehr als 80 Millionen Liter Regen abgehalten, und diente bei mehr als 50.000 Sonnenstunden als Sonnenschirm. Selbst Kyrill, der im Januar 2007 mit mehr als 225 Stundenkilometern eine Schneise der Verwüstung in weiten Teilen Deutschland hinterließ, konnte dem Elsper Dach nur ein müdes Zucken abringen.

Regelmäßig wurde die Membrane auf ihre Sicherheit und Reißfestigkeit geprüft, bisher war das Material immer in einwandfreiem Zustand. Die Haltbarkeit der Membrane war mit etwa 15 Jahren angegeben – diese Zeit hat sie deutlich und unbeschadet überschritten. Vermutlich liegt es an der guten Luft im Sauerland, die schädliche Umwelteinflüsse in Grenzen hält und an der regelmäßigen Wartung, dass das Dach so lange gehalten hat.

Aber im Oktober des vergangenen Jahres, nach Ablauf der Sommersaison, war es doch an der Zeit, es zu erneuern. Eine Fachfirma trennte die riesige Zeltplane Stück für Stück aus ihren Verankerungen und legte das Gerüst aus Stahlseilen frei.

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