Eine einmalige Chance

Offizielle Schlüsselübergabe: Oene-Elspe-Tal Schule bezieht neuen Standort

Während der Schlüsselübergabe wechselte die Besitzverantwortung vom Rathaus und Bürgermeister Stefan Hundt (2.v.l.) an Schulleiterin Rebecca Friesekothen (M.). Mit dabei (v.l.): Thomas Meier (Fachbereichsleiter Schulen Stadt Lennestadt), die stellvertretende Schulleiterin Daniela Heße und Paul Kleffmann (Leitung Hochbau Stadt Lennestadt).
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Während der Schlüsselübergabe wechselte die Besitzverantwortung vom Rathaus und Bürgermeister Stefan Hundt (2.v.l.) an Schulleiterin Rebecca Friesekothen (M.). Mit dabei (v.l.): Thomas Meier (Fachbereichsleiter Schulen Stadt Lennestadt), die stellvertretende Schulleiterin Daniela Heße und Paul Kleffmann (Leitung Hochbau Stadt Lennestadt).

Elspe – Als einen wahren Glückstreffer und eine einmalige Chance betitelte die Schulleiterin Rebecca Friesekothen die Möglichkeit, das alte Hauptschulgebäude in Elspe als neuen Grundschulstandort weiter zu nutzen. „Im Gegensatz zum alten Standort hat sich das Platzangebot vervielfacht. Somit hat jede Jahrgangsstufe ihr eigenes Areal mit je zwei Klassenräumen, zwei Differenzierungsräumen beziehungsweise einem Differenzierungsraum und einer Leseinsel im Bereich der hierfür erweiterten Flure.“

Während der offiziellen Schlüsselübergabe an die Rektorin erklärte Bürgermeister Stefan Hundt, dass, nach der Schließung der Kaiser-Otto-Schule, im Rat immer wieder diskutiert wurde, wie man den Standort weiter nutzen könne. So sei man 2017 froh gewesen, das Gebäude zu haben, um der Zuwanderungswelle Herr zu werden. Danach hätte man sich die Frage einer gewerblichen Nutzung gestellt. 

Der letztliche Impuls, das Gebäude als neuen Grundschulstandort zu nutzen, sei jedoch aus dem Grundschulkollegium selbst gekommen. Schulleiterin Rebecca Friesekothen und Stellvertreterin Daniela Heße waren sofort Feuer und Flamme für die Idee und überzeugten im Rat mit dem Konzept einer Offenen Ganztagsschule. „Der Offene Ganztag wäre im alten Gebäude nur mit weiträumigen Umbauten und Erweiterungen möglich gewesen“, so Schulleiterin Friesekothen. „Der Standort der alten Hauptschule bietet dagegen ideale, große Räume und ein ideales Außengelände“, pflichtete ihr Bürgermeister Hundt bei. Rebecca Friesekothen erläuterte: „Unsere zwei Betreuungsräume befanden sich früher im dritten Stock der Schule. Das Aufsichtspersonal musste mit den Kindern hoch und wieder runter gehen. Nun befinden sich die Betreuungsräume im Erdgeschoss. Hier können die Kinder selbst entscheiden, ob sie drinnen oder draußen spielen wollen oder bei schlechtem Wetter beispielsweise in der Aula.“ 

Neben der OGS mit Küche und Speiseraum bieten die circa 320 Quadratmeter im Untergeschoss noch Platz für eine große Pausenhalle. Im Obergeschoss gibt's noch eine zusätzliche Miniphänomenta und einen Lese- und Spieleraum. Im Dachgeschoss sind ein Informatik-, Kunst- und auch ein Musikraum beheimatet. Darüber hinaus bietet das Gebäude neben den Klassenräumen noch weitere circa 250 Quadratmeter Platz für Verwaltungsräume wie Lehrerzimmer, Schulleitung, Sekretariat, Elternsprechzimmer, Lehrmittelraum und weitere Nebenräume. 

Digitalisierung am alten Standort nicht möglich

Im Hinblick auf das Thema Digitalisierung sei das aktuelle Gebäude, laut Friesekothen, ein Glückstreffer. „Digitalisierung? In dem alten Gemäuer mit dicken Bruchsteinwänden Fehlanzeige.“ Ganz im Gegenteil zum neuen Standort: „Das komplette Gebäude ist vernetzt, wir haben am gesamten Standort WLAN, die Schüler können Tablets nutzen und es gibt in jedem Raum Beamer“, freute sich die Schulleiterin über die modernen Unterrichtsmöglichkeiten. 

Sie berichtete weiter: „Die Jahrgangsareale sind so angelegt, dass ein kooperatives Arbeiten zwischen Schülern wie auch Lehrern stattfinden kann. Das heißt, dass beispielsweise Experimente gemeinsam durchgeführt werden können, wenn sich die Lehrer vorher absprechen.“ Zuletzt sei auch das Thema Gesundheitsmanagement ein wichtiger Eckpfeiler der Schulphilosophie. So hätte man das starre Sitzen der Schüler unbedingt vermeiden wollen und sich für die Anschaffung von höhenverstellbaren Stühlen oder Sitzkissen beziehungsweise -säcken in der Leseecke ausgesprochen. „Für die Lehrer gibt es zudem keine festen Pulte, sondern mobile Pulte, an die sie sich setzen oder stellen können.“ 

Die Schulleiterin nutzte den Rahmen der Schlüsselübergabe, um sich nochmals bei der Stadt Lennestadt für die tolle Zusammenarbeit zu bedanken: vom Bürgermeister, der immer ein offenes Ohr gehabt habe, über Fachbereichsleiter Schulen Thomas Meier, Bauleiter Sergej Neu, Sandra Schmitt (Schulen und Sport) und Hausmeister Rüdiger Klute, bis hin zu Paul Kleffmann, Leiter Hochbau. „Wir sind froh, dass wir uns als Kollegium bei den Planungen immer mit einbringen konnten und unsere Ideen nicht sofort abgeschmettert wurden.“ Dementsprechend gespannt sei sie nun, „was die Schüler nach dem morgigen Schulbeginn vom neuen Standort halten“. 

Träger beziehungsweise Kooperationspartner der Stadt Lennestadt für die Durchführung der außerunterrichtlichen Angebote „Offene Ganztagsbetreuung“ und die „Sonstigen Betreuungsgruppen“ ist die Kinder im Ganztag gGmbH (KIG), Olpe. Mit insgesamt 169 Schülern (Stand: 11. August) ist die Oene-Elspe-Tal Schule mit ihrem Standorten in Elspe und Oedingen (74 Schüler) die größte Grundschule der Stadt Lennestadt.

Kosten der Baumaßnahmen

  • Kosten Mobilar: 110.000 Euro 
  • Kosten OGS-Küche: 40.000 Euro 
  • Kosten Verdunkelungsanlagen: circa 15.500 Euro 
  • Außerdem: Kosten Umzug, Container, Türschilder für Klassenräume, Schulschild und Wegweiser Schule, Demontage und Montage Schultafeln und eine neue Tafel, Schulhofgestaltung, Geschirr für OGS usw. 
  • weitere Investitionen für Erneuerung der Heizungsanlage und Sanierung der Turnhalle geplant 
  • Anzeigendisplays: 31.000 Euro 
  • Gigabit-Anschluss: 108.000 Euro (davon 80-prozentige Landesförderung)

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