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Opel Corsa entwächst seiner angestammten Klasse

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Duckt sich, wie zum Sprung bereit: der neue Corsa ist auch optisch kein Langweiler. Dabei stehen ihm die optionalen 16-Zoll-Lechtmetallfelgen ausgezeichnet zu Gesicht. Foto: Achim Gandras
Duckt sich, wie zum Sprung bereit: der neue Corsa ist auch optisch kein Langweiler. Dabei stehen ihm die optionalen 16-Zoll-Lechtmetallfelgen ausgezeichnet zu Gesicht. Foto: Achim Gandras

General Motors setzt auf Qualität im unteren Marktsegment

[IMGZOOM=import/bilder/R48-TE74787.jpg][/IMGZOOM] Lennestadt. (ag)

Mit der neuen Serie D des Corsa scheint sich Opel fast aus dem Kleinwagensegment verabschieden zu wollen. Denn nicht nur die geräumige Karosserie im komplett neuen Design, sondern auch die Verarbeitung unter Verwendung hochwertiger Materialien lässt zu keinem Zeitpunkt mehr das Gefühl aufkommen, man habe es mit einem Fahrzeug der kleinsten Klasse zu tun. Eine aufgeräumte Konstruktion, die nicht nur wie ein Handschuh passt, sondern mit Fahrwerk, Bremsen und elektronischen Sicherheitsassistenten in ihrer Klasse neue Maßstäbe setzen wird.

Und sollte es doch zum Äußersten kommen, dann überzeugte der Corsa D bereits die Crash-Tester des ADAC, die der sehr zähen Fahrgastzelle mit serienmäßigen Front-, Brust- und Becken-Seitenairbags ein den Umständen entsprechend minimales Verletzungsrisiko attestiert haben.

Der Wagen selbst, in der Testausführung als Dreitürer mit der 1,2 Liter-Ecotec Maschine, einem Vierzylinder-Twinport mit 59kW/80 PS, präsentiert sich mit straffen Sitzen, die neben gutem Seitenhalt und zahlreicher Einstellungsvariablen auch über genügend Raum auf der hinteren, zweigeteilten Bank bieten. Eine klare Instrumentierung dokumentiert zudem die guten Reiseeigenschaften des neuen Corsa, der auch bei dieser relativ kleinen Motorisierung bereits einiges zu bieten hat: Zwar will die Maschine ordentlich gedreht werden, dennoch fährt es sich mit Tempo 130 bei angenehmen 3500 Umdrehungen im fünften Gang, wobei Windgeräusche praktisch Fehlanzeige sind. Bei höherer Motorisierung, die in der Dieselversion mit beispielsweise 1,7 Litern 92kW/125 PS erreicht, wird man es mit einem höchst agilen Fahrzeug zu tun haben, obwohl auch das getestete Modell bereits dank seines guten cw-Wertes mühelos an der 170 km/h-Marke kratzt. Dabei hält sich der Verbrauch mit durchschnittlich 5,8 Litern im sehr genügsamen Bereich.

Bei einem Einstiegspreis von 10.990,- Euro für das kleinste Modell wird der Corsa D zweifellos das Zeug zum Primus seiner Klasse haben, außerdem lässt sich der Wagen auf Wunsch mit vielen Extras sehr individuell aufwerten. Genannt sei da als echtes Novum das "Flex-Fix-Trägersystem", wobei es sich um einen fest installierten Fahrradhalter handelt, der sich zusammengeklappt unsichtbar hinter dem Kennzeichen verbirgt. Aber auch Klima und Standheizung, Panorama-Schiebedach und Parkpilot, CD-Navigation und selbst ein mitlenkendes Licht für Kurvenfahrten ist zu haben.

Fazit: Der Corsa D ist ein Kleinwagen, der sich eindeutig an höheren Klassen orientiert. Bei großzügigem Raumangebot bekommt man bereits zum Kampfpreis ein Auto, mit dem es sich bequem und sicher auch auf die große Reise gehen lässt. Bis auf einige Detaillösungen, wie die rauchsilberne Zierleiste im Armaturenbrett, die sich störend in der Windschutzscheibe spiegelt und sehr ausladenden Formaten, wenn man den Dreitürer in engen Parkboxen aufklappt, überzeugte der neue Opel auf Anhieb.[IMGZOOM=import/bilder/R48-TE74787-1.jpg][/IMGZOOM]

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