P-Konto: Umstellung

Da die Telefonaktion zu dem wichtigen Thema "P-Konto" nicht den gewünschten Erfolg hatte (aus technischen Versehen wurde eine falsche Telefonnummer veröffentlicht), hier noch einmal alle Fakten auf einen Blick.

Wenn gepfändete Girokonten nicht bis Ende Dezember in Pfändungsschutz-Konten (P-Konto) umgewandelt werden, ist mit dem Jahreswechsel jeder Pfändungsschutz futsch. Bis spätestens 27. Dezember muss das P-Konto beantragt sein, damit das Existenzminimum auch im Januar 2012 gesichert ist. Für die Umstellung gibt die Verbraucherzentrale NRW folgende Tipps mit auf den Weg.

[*]P-Konto ein Muss: Ab dem 1. Januar 2012 kann ein Kontoguthaben im Fall einer Pfändung nur noch auf einem P-Konto geschützt werden: Weil auch der bisherige besondere Schutz von Sozialleistungen wegfällt, sind selbst diese dann auf normalen Girokonten uneingeschränkt pfändbar und können - auch ohne Pfändung - mit den roten Zahlen verrechnet werden.[/*] [*]Nur auf Antrag: Schuldner müssen zur Einrichtung des P-Kontos selbst aktiv werden. Entweder wird ein neues Konto gleich als P-Konto eingerichtet oder das bestehende Girokonto in ein Pfändungsschutzkonto umgewandelt. Hierzu muss ein entsprechender Antrag bei der Bank gestellt werden.[/*] [*]Konten mit roten Zahlen: Auch wenn das Konto im Minus ist, kann es in ein P-Konto umgewandelt werden. Denn nur hier sind Sozialleistungen für 14 Tage vor der Verrechnung der Bank mit dem Minus geschützt. Ansonsten gilt - auch auf dem P-Konto: Kreditinstitute können alle Geldeingänge zunächst mit dem Minus verrechnen.[/*] [*]Recht auf Umwandlung: Per Gesetz sind Banken und Sparkassen verpflichtet, das Girokonto innerhalb von vier Tagen nach Antragstellung in ein P-Konto umzuwandeln. Wichtig: Es gibt nur ein Recht auf Umwandlung eines bestehenden Kontos.[/*] [*]Automatischer Schutz und erhöhte Freibeträge: Das P-Konto ist ein Girokonto, das dem normalen Zahlungsverkehr dient, bei Kontopfändung jedoch einen unbürokratischen Schutz vor dem Zugriff der Gläubiger für Guthaben in Höhe von 1.028,89 Euro (Grundfreibetrag) bietet. Entgelte und Leistungen: Kreditinstitute dürfen für das P-Konto keine höheren Entgelte verlangen als für das Führen eines "normalen" Gehaltskontos.[/*] [*]Offene Sprechstunde: Erste Hilfestellungen bei dringenden Fragen und Problemen bekommen die betroffenen Verbraucher jeden Montag in der offenen Sprechstunde von 14 bis 17 Uhr in der Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung der Beratungsstelle in Altenhundem, Hundemstraße 29.[/*] Die Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung stellt darüber hinaus Bescheinigungen zur Aufstockung des Sockelfreibetrages aus.

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