Indienhilfe Simon engagiert sich für die Ärmsten in Indien

Waisenhaus ist das derzeit dringendste Anliegen 

Karl-Josef und Christa Simon bei einem Besuch in einer Waldsiedlung in Indien. Ihre Indienhilfe vermittelt unter anderem Patenschaften für Kinder.

Elspe.  Christa und Karl-Josef Simon gründeten vor 21 die Indienhilfe Simon. Sie arbeiten zusammen mit den „Daughters of Mary“, den „Töchtern Mariens“, die auch die Empfänger der Spenden sind.

Die Gelder fließen in Waisenhäuser, Schulen, Ausbildungszentren, Krankenhäuser und ambulante Krankenstationen, Altenheime, Kindergärten und Heime für behinderte und misshandelte und missbrauchte Kinder. Diese Institutionen werden von den Schwestern geschaffen und geleitet, und sie leisten hervorragende Arbeit

Aus der anfänglichen Unterstützung bereits bestehender Projekte – wie das Tuberkulose Rehabilitationszentrum nahe Trivandrum im Bundesstaat Kerala, dem Heim für behinderte Kinder in Ayoor und dem Lepradorf in Kanyakumari im Süden Tamil Nadus, wurden drei eigene große Projekte geschaffen, von denen zwei bereits fast autark arbeiten:

In der Nähe eines bereits bestehenden Waisenhauses in Vadanallur hat die Indienhilfe eine Klinik gebaut. Von dieser Klinik ausgehend werden auch die 24 umliegenden kleinen Dörfer mit ca. 13.000 Menschen medizinisch versorgt. Ein von Spendengeldern gebauter Bohrbrunnen versorgt die Menschen in der Umgebung mit Trinkwasser.

In Santosh Nagar, wo bei dem ersten Besuch der Simons in 2007 außer zwei im Verfall begriffenen Gebäuden praktisch nichts war, befindet sich jetzt eine ambulante Krankenstation mit ca. 10 Patientenbetten für stationäre Aufnahmen, 3 Rehabilitationshäuser und ein großes Gebäude als Schulungs- und Treffpunkt für Frauen, Kinder und Jugendliche. Ein Bohrbrunnen sorgt für Trinkwasser und sichert die Bewässerung des großen Gartens. „Dieses Projekt steht jetzt komplett auf eigenen Füßen und benötigt unsere Hilfe nicht mehr. Zurzeit zahlen wir noch das Gehalt für die leitende Krankenschwester, aber wir rechnen damit, dass das im kommenden Jahr nicht mehr nötig sein wird“, sagt Christa Simon.

Sie erläutert: „Unsere Haupt-Hilfe geht jetzt an das Waisenhaus Alphonsa Bala Bhavan in Edayankulam/Tamil Nadu für Aids- und HIV-Waisen oder Halbwaisen oder auch für Kinder, denen es unmöglich ist, in ihrer Familie zu leben. Die Eltern verdienen meistens ihren Lebensunterhalt als Bettler und Lumpensammler. Viele sind geistig behindert, da in Indien immer wieder innerhalb der Familie geheiratet wird.

Der Ort Edayankulam liegt im Bundesstaat Tiruvelnelli und hat keine Infrastruktur, keine Straßen, nur Feldwege zu den nächsten Dörfern. Dort ist auch wieder ein Sozialprogramm gestartet worden mit Unterricht für Frauen und Kinder. Inhalte sind u.a. Hygiene, Entwicklung eines Selbstwertgefühls, Ernährung, Medikamente, Vermittlung moralischer Werte, etc. Das Auto, das benötigt wird, um diese entfernten Stellen und die Menschen dort zu erreichen, ist bereits angeschafft.

Das Gebäude des Waisenhauses ist sehr sanierungs- und erweiterungsbedürftig. Es werden dringend vier Bäder, mehrere Toiletten und eine Küche gebraucht. Außerdem gibt es nur einen kleinen Raum, in dem 24 Kinder lernen, essen und schlafen müssen. Doch bevor irgendeine Arbeit in Angriff genommen werden konnte, stürzte der riesige offene Brunnen ein, der die Bewässerungsversorgung für Felder, Gärten und Vieh sicherstellte. Der Wiederaufbau kostete ca. 10.000 Euro.“

Trinkwasserversorgung gibt es zurzeit nicht. Das Trinkwasser muss von weit her geholt werden. Die Wasserleitung verläuft durch die Hauptstraße, aber das Waisenhaus und die Dalit-Dörfer liegen abseits. Zu den Häusern kann keine Leitung verlegt werden, weil es zu teuer ist. Aber es kann eine ein-kilometer-lange Leitung bis in die Nähe des Waisenhauses verlegt werden. Dort müsste dann ein Wassertank aufgestellt werden, an dem sich die Menschen das Wasser holen können.

„Bei all diesen Maßnahmen sind wir wieder gefragt und durch die Hilfe unserer Spender können auch wir helfen. Im Januar/Februar 2017 werden wir wieder in Indien sein und alle unsere Projekte besuchen, uns informieren und Entscheidungen in Bezug auf nötige Maßnahmen treffen.

Darüber hinaus suchen wir dringend Paten, die bereit sind, ein Dalit Kind - ein Kind, das außerhalb jeder Kaste lebt - zu fördern.“

Wer eine Patenschaft übernehmen möchte, kann sich mit Karl-Josef und Christa Simon, Tel. 02721/3560 in Verbindung setzen.

Auf dem Weihnachtsmarkt in Elspe, am 26. und 27. November, ist die Indienhilfe mit einem Infostand vertreten.

Info: Bankverbindung: Indienhilfe Simon IBAN DE23 4625 1630 0024 0703 51

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