Politik auf Augenhöhe

Bürgermeister Stefan Hundt freut sich gemeinsam mit den jungen Leuten auf den Start des Lennestädter Jugenparlaments.

Anfangs war es nur ein Gedanke, ein Wunsch, eine Idee. Dass diese, vergleichsweise kleine, Idee rund 18 Monate später eine ganz große Sache ins Rollen bringen sollte, ahnte damals, bei der Vorstellung des Firmgruppenprojektes "Ich bau Dir eine Stadt" in Meggen, noch keiner der Beteiligten.

"Wir bräuchten hier in Lennestadt ein Jugendparlament", war der Gedanke, den Don Marvin Müller und Peter Hagemann seinerzeit an den Bürgermeister richteten, der bei der Präsentation des Projektes den Jugendlichen Rede und Antwort stand.

Bei Bürgermeister Stefan Hundt rannten die beiden damit offene Türen ein: "Jugend braucht keine Politik von oben herab, sondern ein Mitspracherecht auf Augenhöhe, und zwar dort wo Politik gemacht wird: im Rathaus", zeigte sich Hundt begeistert über das außergewöhnliche Engagement und den dahinter stehenden Wunsch der Jugendlichen.

Heute steht das Jugendparlament Lennestadt kurz vor dem Start, die Vorbereitungen für die erste Wahl laufen auf Hochtouren. Die Stadtverwaltung und die Lennestädter Jugendtreffs legten sich kräftig ins Zeug, um bei der Umsetzung zu helfen. "Wir hätten uns das nie träumen lassen, dass es wirklich soweit kommt", freuen sich Peter Hagemann (17 Jahre) und Don Marvin Müller (16 Jahre) und sehen der Zukunft gespannt entgegen.

Das Jugendparlament Lennestadt ist Politik von Jugendlichen für Jugendliche. Es wird mit einem eigenen Organ im Rathaus die Interessen der Jugend in Lennestadt vertreten. Es soll zwischen Politikern und Jugendlichen vermitteln, Anregungen und Ideen weitergeben und sich in diversen Projekten engagieren.

Politik nicht nur für die Großen

"Politik ist nicht nur für die ,Großen'. Auch die Jugendlichen können, gerade in der Lokalpolitik, etwas bewegen. Denn schließlich sind wir die Zukunft unserer Stadt", ist der einhellige Tenor der beiden Schüler und ihre Motivation.

Für die Wahlen, für die eine ganze "Wahlwoche" angesetzt wird, wird Lennestadt in vier Wahlkreise unterteilt, die sämtliche Ortschaften einschließen.

Aus diesen Wahlkreisen können 13 Kandidaten, die sich vorher in einer kurzen und formlosen Bewerbung vorgestellt haben, gewählt werden. Weitere sieben Vertreter werden über die sieben Lennestädter Schulen gestellt, weitere drei Sitze sind frei für jeden, der einen anderen Bewerbungsweg wählt. Unter www.lennestadt.de kann eine Bewerbung auch online eingegeben werden.

Der Bewerbungszeitraum endet am 4. Dezember. Danach werden die Steckbriefe auf www.kilefitt.de gelistet. Als Kandidat für das Jugendparlament kann sich jeder Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren bewerben, der seinen Wohnsitz in Lennestadt hat.

Wahlberechtigt sind hingegen alle Jugendlichen zwischen 14 Jahren und 21 Jahren, die zum Beispiel eine Schule in Lennestadt besuchen, auch wenn sie außerhalb der Stadtgrenze zu Hause sind.

"Die Wahl kann logischerweise nur stattfinden, wenn sich genügend Kandidaten bewerben", betonen die Organisatoren und hoffen auf eine rege Beteilung. Sollten sich dennoch zu wenige Kandidaten finden, bekommen die Bewerber automatisch einen Sitz im Jugendparlament und die Wahl entfällt.

Jugendliche die sich angesprochen fühlen, sich in der Stadt Lennestadt politisch zu engagieren und etwas bewegen möchten, können sich auch noch an folgenden Terminen rundum informieren:

[*]Mittwoch, 23. November, 18 Uhr, OT Grevenbrück;[/*] [*]Donnerstag, 24. November, 18 Uhr, Jugendtreff Saalhausen (Pfarrheim).[/*]

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