1000 Schulen, Stadtbüro und Modellprojekt „Elspe Festival“

Lennestädter Rat stellt Weichen für die Zukunft

Rathaus Lennestadt Altenhundem
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Das Rat der Stadt Lennestadt befasste sich mit verschiedenen zukunftsweisenden Projekten.

Gleich drei aktuelle große Projekte standen auf der Tagesordnung zur Ratssitzung in der Sauerlandhalle Altenhundem: das Schulbauprojekt 1000 Schulen für unsere Welt, das Konzept für das neue Stadtbüro in Altenhundem und das Modellprojekt „Elspe Festival“.

Altenhundem - Im Projekt 1000 Schulen soll ein soll ein Schulprojekt im Senegal unterstützt werden, hier soll eine Grundschule erweitert werden, so dass drei Klassenräume mit Nebenräumen für etwa 210 Schülerinnen und Schüler entstehen. Das Fördervolumen beträgt etwa 58.000 Euro. Thomas Meyer betonte, dass die Spendengelder zu 100 Prozent in das Projekt fließen, Verwaltungskosten würde die Stiftung „Fly and Help“ tragen, die Kooperationspartner des Projektes ist. Neben der Grundschulerweiterung steht im Senegal mit einem Brunnenbau ein zweites Projekt an und so soll das Spendenkonto geöffnet bleiben, damit auch dieses Projekt unterstützt werden kann. Ein Video zeigte den Ratsmitgliedern eindrucksvoll die Lage vor Ort.

Gregor Schnütgen, Fraktionsvorsitzender der CDU: „Fast genau zwei Jahre, nachdem wir den Beschluss gefasst haben 'wir helfen', kann nun die erste Überweisung stattfinden.“ Auch Heinz Vollmer, Fraktionsvorsitzender der SPD, zeigte sich begeistert, „Ich glaube, wir haben das gut gemacht“ und richtete einen Dank an alle, die sich beteiligt haben. Einig waren sich die Fraktionen auch darin, dass die Spendenkonten offen bleiben sollen.

Bürgermeister Tobias Puspas: „Es geht sofort los“. Wenn heute die Überweisung getätigt wird, beginnen morgen die Baumaßnahmen und in vier Monaten steht die Schule. Nähere Informationen zum Projekt gibt es auf der Seite der Stadt Lennestadt www.lennestadt.de unter dem Punkt „engagiert“.

Stadtbüro Altenhundem: Bürgermeister Tobias Puspas erläuterte den Werdegang des Projektes – nachdem das Geschäft Schulte-Nübold geschlossen hat, habe die LLS (Lennestädter Liegenschaftsverwaltung) das Gebäude gekauft. Im Januar sei eine Projektgruppe gegründet worden mit dem Auftrag „Was kann an dieser Stelle entstehen, um das Zentrum attraktiver zu machen“.

Leiter der Projektgruppe ist Martin Steinberg. Das Stadtbüro soll eine Ergänzung zu den Dienstleistungen des Rathauses sein, die DB-Agentur soll einziehen, ebenso die Tourist-Info, Tickets der Kulturgemeinde sollen erhältlich sein, genauso wie die Schatzkarte und die Lennestädter Produkte. Es soll Raum sein für Gespräche, Workshops und Lesungen. „Alles unter einem Dach, vor Ort in unserer Stadt“, so Martin Steinberg.

Aktuell wurden alle Architekturbüros der Umgebung angeschrieben, die Bewerbungen liegen vor und bald soll eine Entscheidung fallen. Zum genauen Zeitplan kann die Verwaltung noch keine Angaben machen. Eine Eröffnung ist laut Martin Steinberg voraussichtlich zum Weihnachtsmarkt oder zum nächsten Frühlingsmarkt geplant.

Steffen Baumhoff, Vorsitzender des Stadtmarketing Lennestadt, und Mitglied der Projektgruppe, zeigte sich begeistert: „Es macht wirklich Spaß mit dieser Gruppe zusammen zu arbeiten“. Das neue Stadtbüro sei die „Visitenkarte für Altenhundem“.

Ein Präsentationsfilm ist auf der Internetseite der Stadt Lennestadt unter dem Punkt „bürgernah“ , „Vor Ort für unsere Stadt“ zu finden.

Modellprojekt „Elspe Festival“: Mit zwei Enthaltungen der UWG hat der Stadtrat die Finanzierung des Modellprojektes „Elspe Festival“ bis zu einer Summe von 100.000 Euro genehmigt. Hiermit soll die digitale Infrastruktur in Form von Geräten zur Abstandsmessung und Kontaktnachverfolgung angeschafft werden. Eine Landesförderung wurde zwischenzeitlich abgelehnt.

Die Absage der Förderung sorgte bei den Ratsmitgliedern für Unverständnis und Ärger. Weitgehend einig waren sich die Fraktionen aber darin, dass das Projekt unterstützt werden soll. Es sei nicht nur eine Unterstützung für das Elspe Festival, sondern auch für die heimische Gastronomie und die Hotelbetriebe. Zudem sei es ein landesweites Modellprojekt, bei dem etwas entwickelt werden soll, das auch für andere von Vorteil ist.

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