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Schlag gegen Kinderpornoring

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Der bundesweite Schlag gegen die Kinderpornografie, der seit vergangenen Dienstag durchgeführt wird, hat auch in den Kreis Olpe geführt.

Nach unbestätigten Informationen des Sauerlandkurier gehören auch zwei Lennestädter (Bilstein und Kirchveischede) zu dem Kreis der Verdächtigen. Wegen des Verdachtes des Besitzes und der Verbreitung von kinderpornographischen Schriften wurde unter der Federführung der Staatsanwaltschaft und der Polizeidirektion Schwalm-Eder bundesweit Durchsuchungen durchgeführt. Ursprung war ein Hinweis und sich daraus ergebenden Tatverdachtes gegen einen 33-Jährigen aus dem Schwalm-Eder-Kreis.

Im Zuge einer Durchsuchung bei dem Mann wurde umfangreiches Beweismaterial in seiner Wohnung aufgefunden. Dadurch erhärtete sich zum einen der Tatverdacht gegen den Mann, zum anderen bot das aufgefundene Material eine Fülle weiterer Ermittlungsansätze.

33-Jähriger ist geständig

Die aufgefundenen Beweismittel wiesen aus, dass der Mann kinderpornographische Schriften in Form von Bildern und Viedeosequenzen nicht nur empfangen hat und besitzt, sondern solche auch umfangreich verbreitet hat. Der 33-Jährige ist geständig. Als Tatmittel benutzte er ausschließlich ein Handy. Die Dateien wurden per MMS versandt.

Wegen des Umfanges, den dieses Ermittlungsverfahren anzunehmen schien, wurde in Homberg die Arbeitsgruppe "Operation Susi" eingerichtet.

In wochenlanger akribischer Ermittlungs- und Auswertearbeit konnte die Arbeitsgruppe 465 weitere Tatverdächtige im Bundesgebiet identifizieren. Parallel zu den Ermittlungsarbeiten wurden die gewonnenen Erkenntnisse mit Ziel auf die bundesweite Durchsuchungsaktion aufbereitet und schließlich, in Abstimmung mit den Landeskriminalämtern, den betroffenen regional zuständigen Polizeidienststellen zugeleitet.

Die Durchsuchung erstreckte sich dabei auf alle Bundesländern. Trauriger Spitzenreiter war Nordrhein-Westfalen mit 85 Tatverdächtigen. Im Zuge der Durchsuchungen wurden zu Beweiszwecken sichergestellt: 212 PCs, 109 Laptops, 2197 Datenträger (Festplatten, USB-Sticks, Speicherkarten), 644 Mobiltelefone, 16282 CDs und DVDs. Als vorläufiges Ergebnis der Durchsuchungen, so die Staatsanwaltschaft Kassel und die Polizeidirektion Schwalm-Eder in ihrer gemeinsamen Presseerklärung vom Freitag, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt festhalten, dass sich der Tatverdacht in vielen Fällen bestätigt hat, insofern, dass aufgefundenes Beweismaterial bereits eindeutig als kinderpornografisch identifiziert werden konnte, beziehungsweise entsprechende Einlassungen der Tatverdächtigen vorliegen. Die Masse des sichergestellten Matarials bedarf noch der weiteren Auswertung.

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