Schneider Technologies nimmt „modernste Produktionsanlage weltweit“  in Betrieb

100 Millionen FFP2-Masken aus Lennestadt

Inhaber Stephan Schneider und Michael Heinl (Vertrieb, r.) zeigen vor der neuen Produktionsanlage die FFP2-Masken „made in Lennestadt“.
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Inhaber Stephan Schneider und Michael Heinl (Vertrieb, r.) zeigen vor der neuen Produktionsanlage die FFP2-Masken „made in Lennestadt“.

Schneider Maschinenbau hat eine vollautomatisierte Maskenproduktionsanlage mit einer Kapazität von bis zu 100 Millionen FFP2-Masken pro Jahr in Betrieb genommen. Die innovative und nach eigener Aussage „modernste Produktionsanlage weltweit“ wurde vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert.

Lennestadt - Schneider Maschinenbau ist Branchenkennern ein Begriff. Das Unternehmen aus Lennestadt, seit kurzem als Schneider Technologies firmierend, ist seit über 20 Jahren im Bereich Maschinen- und Anlagenbau tätig. Die Kernkompetenzen liegen in der Automatisierung und Rationalisierung von Fertigung und Montage sowie in der Planung, Konstruktion und dem Bau von kundenspezifischen Sonderanlagen.

Die vollautomatisierte Maskenproduktionsanlage hat eine Kapazität von bis zu 100 Millionen Masken pro Jahr.

Zu Beginn des letzten Jahres wurde – getreu dem Leitspruch „Die Zukunft gehört den Machern“ – ein zusätzliches, nachhaltig angelegtes Geschäftsmodell entwickelt. „Wir haben uns sehr detailliert mit der Entwicklung einer eigenen FFP2-Schutzmaske sowie der dafür notwendigen Produktionstechnik beschäftigt und hierauf die strategische Entscheidung gefällt, langfristig eine sichere Produktion von Schutzmasken „Made in Germany“ aufzubauen. Das Resultat ist eine vollautomatisierte Maskenproduktionsanlage mit einer Kapazität von bis zu 100 Millionen Masken pro Jahr. Hiermit sind wir weltweit führend in Performance, Automatisierungsgrad und Leistung und werden in diesem Jahr nach derzeitigem Stand schon die volle Kapazitätsauslastung fahren,“ so Inhaber Stephan Schneider.

5-Millionen-Invest

Bestätigt und untermauert wird diese Aussage auch offiziell von staatlicher Seite. Die Anlagentechnik, mit einem Investitionsvolumen von mehr als fünf Millionen Euro, wurde durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie als hochinnovativ eingestuft und entsprechend gefördert.

Bei der Entwicklung der eigenen FFP2-Maske wurde das über lange Jahre aufgebaute Netzwerk zu den renommiertesten deutschen Forschungsinstituten und Hochschulen, wie etwa der RWTH Aachen University, der Universität Siegen sowie der Freien Universität Berlin genutzt.

Die ausschließlich aus deutschen Materialien hergestellte Maske wird zur Zeit von der Dekra in Stuttgart zertifiziert und erhält mit der CE 0158 das deutsche Gütesiegel.

Unabhängig von Asien

„Wir haben uns ganz bewusst einzig auf deutsche Komponenten und auf eine deutsche Zertifizierung konzentriert, um eine qualitativ hochwertige Maske auf den Markt zu bringen. Damit heben wir uns sicher von vielen anderen Lieferanten mit ausländischer Zertifizierung ab“, berichtet Stephan Schneider.

Schneider Technologies sichert so die dauerhafte Versorgung der Bevölkerung mit FFP2-Masken mit dem Ziel, Deutschland und Europa unabhängiger von Händlern und Anbietern aus Asien zu machen. „Eine insgesamt herausfordernde Situation, die uns forderte, neue Entwicklungs-, Vertriebs- und auch alternative Finanzierungswege zu suchen und zu finden“, so Stephan Schneider.

Ein Blick auf die Maschine.

Angetrieben von dem Ziel, immer das Beste zu erreichen, investiert das Unternehmen Schneider weiter in modernste Technik. „Aus der Krise eine Chance machen“, das sichert die Zukunft des Unternehmens und ist ein klares Bekenntnis zum Standort Lennestadt, so der Inhaber.

Neue Arbeitsplätze

Die Schaffung zusätzlicher neuer Arbeitsplätze – mindestens zehn alleine durch das Maskenprojekt – sind erklärtes Ziel des Unternehmens.

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