Schulleiter Rotter hört auf

Mit dem Abschied von Franz-Josef Rotter endet am kommenden Freitag in der Grundschule 'St. Agatha' in Altenhundem eine Ära: Nach 37 Jahren wechselt der Schulleiter in den wohlverdienten Ruhestand. Foto: Dieter Dörrenbach

Am kommenden Freitag, 29. Januar, wird Franz-Josef Rotter zum letzten Mal den Weg zur Altenhundemer Grundschule "St. Agatha" in die Hochstraße 16 zurück legen.

Nach 37-jähriger Tätigkeit an dieser Schule geht der Schulleiter in den wohlverdienten Ruhestand. Im Rahmen einer Feierstunde wird der beliebte Lehrer an diesem Tag verabschiedet.

Der 63-jährige Altenhundemer machte sein Abitur 1976 am Aufbaugymnasium in Schmallenberg. Nach dem 18-monatigen Grundwehrdienst bei der Bundeswehr schloss sich ein sechs Semester langes Studium an der Pädagogischen Hochschule in Siegen in den Fächern Deutsch, Erdkunde und Sport an. Die Referendarzeit absolvierte der Pädagoge an der Zeppelinschule in Plettenberg.

Es folgte die erste Anstellung als Lehrer an der Grundschule in Elspe von 1972 bis 1973 und danach der Wechsel zur Grundschule "St. Agatha" in seinem Geburtsort. Nach der Ernennung zum Konrektor in 1977 übernahm Franz-Josef Rotter, bedingt durch die Langzeit-Erkrankung des damaligen Rektors Clemens Hanfland, von 1980 bis 1983 die kommissarische Leitung der katholischen Grundschule. Die Ernennung zum Rektor erfolgte 1983.

27 Jahre hat der nun scheidende Lehrer die Schule mit viel Engagement und Sachverstand geleitet. "Ich habe immer großen Wert darauf gelegt, dass sich die Schüler und Schülerinnen wohl gefühlt haben. Denn nur zufriedene Schüler können entsprechende Leistungen bringen." Franz-Josef Rotter hatte in den fast vier Jahrzehnten immer ein freundschaftliches Verhältnis zu seinen Schülern. Auch der Kontakt auf der Schiene "Schule, Lehrer und Eltern" war dem zukünftigen Pensionär wichtig.

Viele gemeinsame Feiern in all den Jahren unterstreichen den guten Kontakt und die gemeinsamen Aktivitäten des Kollegiums mit der Elternschaft. Noch gut erinnern kann sich Franz-Josef Rotter an die Karnevalsfeiern mit einem "verkleideten Schulleiter Rotter", die ihm und den Schülern immer viel Spaß bereitet haben. Was hat sich in all den Jahren am Schulsystem verändert?

"Zu Beginn war es leichter zu unterrichten. Die Störungen von außen hielten sich in Grenzen. Heute haben sich die formellen Dinge doch sehr erweitert.

Mehr Elternbeteiligung

Man kann sich als Schulleiter nicht mehr nur auf den Unterricht konzentrieren, der nicht mehr an erster Stelle steht", bemängelt Rotter die heutige Schullandschaft. Negativ ist auch die Tatsache, dass die Mitarbeit der Eltern nachgelassen hat. "Hier wäre es schön, wenn sich alle Eltern aktiv am Schulleben beteiligen würden."

Die Frage nach einer Langeweile im "Rentnerleben" verneint der zukünftige Ruheständler. Als Vorsitzender des Stadtsportverbandes Lennestadt will er das Vereinsleben noch weiter aktivieren und den von ihm alle zwei Jahre durchgeführten "Tag des Sports" intensivieren.

In der Politik will er sich als Kreistagsmitglied in den Ausschüssen Gesundheit und Soziales sowie Kultur und Sport entsprechend einbringen. Das möchte er auch im eigenen Hausstand, um seine Frau Hildegard zu entlasten, die als Konrektorin an der Anne-Frank-Hauptschule in Meggen beschäftigt ist. "Doch da müssen wir erstmal abwarten, wie die ersten Ergebnisse im Kochen ausfallen werden," meldet Franz-Josef Rotter erste Bedenken an, denn als Hobbykoch hat er noch keine Erfahrungen gemacht.

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