"Schwerer Busunfall"

Aus dem verunfallten Bus bargen die Rettungskräfte die Verletzten.

Rundum zufriedene Gesichter sah man am Ende bei den Verantwortlichen der Großübung von Feuerwehr und verschiedenen Rettungsdiensten in Altenhundem.

Der Großeinsatz am frühen Sonntagmorgen hat sicherlich viele Bürger in Lennestadt aufgeschreckt, aber glücklicherweise war ja alles nur zu Übungszwecken arrangiert. Die angenommene "Ausgangslage" war ein Crash zwischen einem mit verschiedenen flüssigen Gefahrgütern beladenem Lastwagen und einem mit 26 Personen besetzten Omnibus. Der Lkw war auf der Olper Straße mit dem entgegenkommenden Bus zusammengekracht, wobei der Bus einen fast 40 Meter hohen Steilhang auf die neue Verbindungsstraße vom Jammertal zur Olper Straße hinabstürzte und auf der Seite liegen blieb. Der Gefahrguttransporter blieb oben auf der Olper Straße stehen, hatte aber mehrere beschädigte Container auf der Fahrbahn verstreut. Die Übung lief über mehrere Stunden, 252 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdiensten waren im Einsatz. Insgesamt 52 Fahrzeuge, davon neun Rot-Kreuz- und vier Malteser-Hilfsdienst-Rettungswagen kamen zum Einsatz. Die Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren, dem Regelrettungsdienst des Kreises Olpe sowie dem Roten Kreuz und dem Malteser-Hilfsdienst funktionierte gut. Nach der ersten Alarmierung um 8.34 Uhr rückten in beachtlich schneller Zeit die ersten Löschzüge, darunter auch der neue Umweltzug, sowie die Rettungsnotärzte an. Zur Unterstützung kamen die Fahrzeuge von DRK und Malteser sowie Kräfte der Kirchhundemer Feuerwehr dazu. Einsatzleiter Brandoberinspektor Volker Hammerschmidt war zufrieden: "Die Koordination hat gut funktioniert. Immerhin waren hier über 250 Kräfte von verschiedenen Organisationen beteiligt, die ja nicht so häufig gemeinsam üben." Auch ein Rettungshubschrauber, dargestellt durch ein Einsatzfahrzeug, war schnell am Unfallort, um die ersten Schwerstverletzten abzutransportieren. Die Bilanz am Ende der Großübung: Zwei "Tote", sechs "Schwerverletzte" sowie fünf "Mittel"- und 13 "Leichtverletzte". Das Übungsziel wurde erreicht, die Koordinierung der verschiedenen Rettungseinheiten funktionierte. Kritik am Funkkonzept gab es allerdings von Dr. Florian Noth, neuer ärztlicher Leiter für den Rettungsdienst des Kreises Olpe. Noth konnte zeitweise die Abschnittsleiter an der Unfallstelle nicht per Sprechfunk erreichen und musste Melder von der Verletztensammelstelle losschicken. Die Problematik der verschiedenen Funkkonzepte ist bekannt und soll bald geklärt werden.

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