Auszeichnung für couragiertes Auftreten gegen Rassismus

Sekundarschule engagiert sich gegen Fremdenfeindlichkeit

Die Sekundarschule Hundem-Lenne wurde für ihr Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit ausgezeichnet.

Lennestadt/Kirchhundem – Die Sekundarschule Hundem-Lenne wurde in dieser Woche für ihr besonderes Engagement gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ausgezeichnet.

Susanne Spornhauer und Dagmar Sprenger vom Kommunalen Integrationszentrum überbrachten Urkunde und Schilder für beide Standorte. Damit ist die Sekundarschule die sechste Schule im Kreis Olpe, die dieses deutschlandweite Zertifikat erhält. Persönlich anwesend war auch der Pate des Projektes „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“ Enis Alushi. Mit Alushi wurde der ideale Repräsentant und Pate für das Projekt und für die Schule, die auch DFB-Partnerschule ist, gefunden. 

Alushi war Jugendspieler bei Borussia Dortmund, U19-Nationalspieler und Spieler des 1. FC Köln. Er ist in der Gemeinde Kirchhundem aufgewachsen und in Lennestadt zur Schule gegangen. Der ehemalige Profifußballer mit Migrationshintergrund, der jetzt im Management tätig ist, hat auch persönliche Erfahrungen mit Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gemacht und möchte den heutigen Schülern deshalb gern ein Vorbild sein und sie ermuntern zielstrebig ihren Weg zu gehen ohne andere auszugrenzen. 

Der Weg zum Zertifikat 

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe skizzierten den Weg dorthin folgendermaßen: Vor genau einem Jahr erteilte die Schulkonferenz auf Initiative der Eltern der Schulleitung den Auftrag, dieses gesellschaftlich immer relevanter werdende Thema intensiv zu bearbeiten und die Wichtigkeit ins Bewusstsein der Jugendlichen zu rücken. Eine Arbeitsgruppe wurde gebildet, alle an der Schule beteiligten Gruppen informiert und eine Abfrage zur Zustimmung und der aktiven Teilnahme gestartet.

Danach folgten Aktionen in der Schule, eine Ausstellung im Rathaus in Lennestadt und das Mitwirken von Sekundarschülern beim Aktionstag „Lennestadt ist bunt“. Ein Pate wurde schnell gefunden und somit waren nach nur einem Jahr die Bedingungen zur Siegelverleihung erfüllt

. „Natürlich ist die Haltung im täglichen Umgang miteinander, der gegenseitige Respekt und die Toleranz das eigentlich Entscheidende und das Schwierigste am ganzen Projekt“, resümiert der Schulleiter Bernd Holzapfel. „Aber wenn eine große Mehrheit der nunmehr 900 Schülerinnen und Schüler und der beinahe 90 Lehrer unser Anliegen unterstützen und aktiv mitgestalten wollen, dann ist das eine gesunde Basis.“ „Wir freuen uns sehr über die Anerkennung und werden weiterhin alle miteinander mit Courage gegen Rassismus kämpfen“, weiß Schülersprecher Jannes Hofmann um die Verpflichtung für die Zukunft.

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