Thema rund um die Künstliche Intelligenz

Sieg für GymSL-Schüler bei Wettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung

Zwei Schüler beim Videointerview mit Lukas Brand, Forscher für Maschinenethik an der Ruhr-Universität Bochum.

Altenhundem - Zwei Kurse der Jahrgangsstufe 12 des Gymnasiums der Stadt Lennestadt konnten sich zum Ende ihrer Schulzeit noch über eine schöne Überraschung freuen: Sie erhielten 200 Euro Preisgeld und Urkunden für ihre Teilnahme am Wettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung.

So beschäftigten sie sich noch lange vor der Corona-Krise mit der Frage, welche Chancen und Gefahren durch die fortschreitende Entwicklung im Bereich künstliche Intelligenz in den nächsten Jahren und Jahrzehnten auf die Gesellschaft zukommen werden.

Es wurde schnell deutlich, wie massiv künstliche Intelligenz (KI) heute schon Teil des Lebens geworden ist, ohne dass Menschen dies klar im Blick haben. Dabei muss man gar nicht so weit gehen wie die Sci-Fi Autoren von Blade Runner, Star Wars, Terminator und Star Trek vermuten lassen: Schaut man ins Wohnzimmer, entdeckt man vielleicht Siri oder Alexa – beides Programme, die künstliche Intelligenz (KI) nutzen. Damit können die Programme quasi lernen und sich weiterentwickeln. Nach dieser ersten Begegnung mit dem Thema informierten sich die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen zur Bedeutung von KI in den Bereichen Arbeit, Wohnen, Mobilität und Verteidigung, diskutierten Chancen und Vorteile, aber auch Probleme und Gefahren.

Um ihre Recherche-Ergebnisse zu vertiefen, wandten sich die Schülerinnen und Schüler an zwei Fachleute: zunächst Reinhard Karger, den Unternehmenssprecher des Deutschen Forschungszentrums für künstliche Intelligenz (DFKI). Herr Karger, dem die Schüler ihre Fragen per E-Mail zusenden konnten, antwortete sehr ausführlich und schickte lange und umfassende Antworten, um den Wissensdurst des Kurses zu stillen.

Schnell stellte sich während der Auseinandersetzung mit dem Thema aber heraus, dass die Frage nach den Chancen und Gefahren der künstlichen Intelligenz nicht nur mit reinem Technik-Knowhow zu klären sein würden. Es muss auch Regeln für moralisches Handeln von KI geben: Nur welche? Mit dieser Frage wandte sich der Kurs an einen weiteren Experten: Lukas Brand, Forscher am Lehrstuhl für Religionsphilosophie an der katholisch-theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum im Bereich Maschinenethik. Für die Schüler nahm er sich Zeit für ein Interview, das per Skype durchgeführt werden konnte.

Auf der Grundlage der Erkenntnisse, die aus den Interviews und den eigenen Recherchen gewonnen werden konnten, erarbeitete der Kurs schließlich eine Multimedia-Präsentation, die die Ergebnisse bündelte und zudem ein Meinungsbild enthielt, ob die Künstliche Intelligenz den Menschen ein besseres Leben ermöglichen wird. Begleitend zu der Präsentation verfassten die Schülerinnen und Schüler einen fundierten Vortrag, der mit Hilfe von Lehrer Oliver Achenbach in einem professionellen Tonstudio aufgenommen und über die Präsentation eingespielt wurde.

Erfolgreich war auch eine weitere Schülergruppe, die ein Plakat zur privaten Seenotrettung entwarf und dafür ebenfalls prämiert wurde. Das Geld fließt ganz solidarisch in die Abi-Kasse der gesamten Jahrgangsstufe.

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