Theatergruppe hört nach über 20 Jahren mit dem Frauenkarneval in Altenhundem auf

"de Spassbacken" nehmen ihren Hut - aber "Einer geht noch"

Fröhlich und vergnügt: So kennt man "de Spassbacken": 

Altenhundem. Nach 23 Jahren verabschiedet sich die Altenhundemer Theatergruppe „de Spassbacken“ vom Frauenkarneval. KURIER-Redakteur Christian Weber sprach zum Abschied mit den sieben Freundinnen. Die Spassbacken sind: Monika Lillpopp, Susanne Ludwig, Elli Hesse, Andrea Schaub, Ulla-Jutta Müller, Christiane Deichmann und Susanne Schneider.

Frage: Ihr sagt selbst „Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören“. Aber dennoch: Wie schwer fällt der Abschied? 
Antwort: Der Abschied fällt uns sehr schwer, obwohl wir alle hinter der Entscheidung stehen und wissen, dass es richtig ist. Wir denken oft und gerne an die schöne Zeit zurück.

Frage: Zurück ist ein gutes Stichwort. Wie kam es überhaupt zu den Spassbacken? 
Antwort: Vor 24 Jahren fingen drei von uns – das waren Susanne Ludwig, Monika Lillpopp und Elli Hesse – in der Theatergruppe der Kfd an. Als dann die älteren Theaterspielerinnen nach und nach aufhörten, kamen wir anderen dazu und die Spassbacken wurden gegründet, deren Name Programm ist.

Frage: Das stimmt wohl. Was waren denn die Highlights in dieser Zeit?
Antwort: Viele schöne Lieblings-Sketche wie zum Beispiel Schneewittchen, Sister Act, Loriots Weinprobe, Büttenreden und Hitparaden, aber genauso schöne Probeabende und chaotische Generalproben mit viel Spaß. Und besonders am Ende des Programms auf der Bühne zu stehen und in das begeisterte Publikum zu schauen.


Frage: Ihr zählt lauter tolle Dinge auf. Warum hört ihr denn genau jetzt damit auf?
Antwort: Wir wollen wirklich gehen, wenn es am schönsten ist.

Frage: Weniger Spaß dürfte der Karneval vor drei Jahren gemacht haben. Warum wurde Euer Karneval damals abgesagt? 
Antwort: Wir wussten auch nicht, warum der Vorverkauf so träge anlief... Aber da wir Spassbacken ja auch den größten finanziellen Aufwand betreiben, konnten wir nicht noch länger warten und mussten die Veranstaltung absagen. Das war eine riesige Enttäuschung, das Programm stand, die Halle war angemietet und die Getränke standen schon kalt.


Frage: Und was passierte dann am eigentlichen Auftrittstag? 
Antwort: Am Veranstaltungstag trafen sich alle Spassbacken im Ilot, um nicht alleine zu sein – und wir blieben auch nicht alleine. Unsere treuesten Fans kamen in voller Verkleidung und selbst die roten Funken aus Attendorn, die uns seit vielen Jahren treu verbunden sind, ließen es sich nicht nehmen und marschierten ins Ilot ein. Das wird uns unvergessen bleiben.


Frage: Wie ging es danach weiter?
Antwort: Durch die Absage, die natürlich durch die Presse ging, wurden viele wach gerüttelt. Die Offiziere des Schützenvereins berieten sich, wie sie uns helfen könnten und gründeten eine Offiziersgarde. Unsere Männer, Kinder und Freunde standen hinter uns, die Männer des Schützenvereins standen bei der Veranstaltung zur Bewirtschaftung parat. So wurde unser Spassbacken-Karneval ein Jahr später, also 2017, mit dem Auftritt der tanzbeinschwingenden Offiziersgarde mit männlichem Mariechen ein toller Erfolg vor ausverkauftem Haus.


Frage: Worauf dürfen sich die Gäste der letzten Veranstaltung freuen? 
Antwort: Auf jeden Fall auf ein tolles Abschiedsprogramm mit gut gelaunten Spassbacken, der üblichen perfekten Bewirtschaftung des Schützenvereins, Stimmungsmusik von DJ Marius, und eindrucksvolle Tanzeinlagen. Und nicht zu vergessen ein paar gemeinsame Abschiedstränen zum Schluss!


Frage: Wie geht es weiter mit den Spassbacken?
Antwort: Die Spassbacken sind und bleiben eine Gruppe von sieben Freundinnen, deren Motto „de Spassbacken, mächtig viel Theater“ Programm bleibt. Wir verabschieden uns vom Karneval, aber für die Zukunft sind auf jeden Fall Sketchabende und Comedy Events wie zum Beispiel mit der Kabarettistin Frieda Braun geplant, sowie weiterhin unsere vielseitige Unterstützung örtlicher Veranstaltungen.

„de Spassbacken“ – hier nach einem Probeabend mal ohne Kostüm – sind (v.l.): Ulla-Jutta, Andrea, Monika, Susanne S., Elli, Christiane und Susanne L.

Die letzte Show der Spassbacken beginnt am Sonntag, 17. Februar, ab 15.11 Uhr (Einlass 14 Uhr) in der Volksbankarena Sauerlandhalle unter dem Motto „Einer geht noch“.

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