Spendenaktion für Udo Würden ergab 35.500 Euro

Das Organisationsteam bei der Scheckübergabe in Meggen am Montagabend. Foto: Jürgen Ohm

Alle Vorstellungen und Erwartungen wurden übertroffen

Meggen. (ohm)

Hans-Joachim Schindler vom DRK-Blutspendedienst Hagen konnte es kaum glauben, welche Resonanz diese groß angelegte Typisierungsaktion ergeben hat. Er spricht allen beteiligten Organisationen sowie dem Organisationsteam unter der Leitung von Andreas Friedrichs einen herzlichen Dank und große Anerkennung aus. Am Spendetag wurden 729 Typisierungen sowie 349 Blutspender in der Meggener Schützenhalle gezählt. Dieses hohe Spendenaufkommen sowie die unerwarteten Geldspenden in Höhe von 35.500 Euro übertrafen alle Erwartungen. Den perfekt durchorganisierten Spendentag hätte man als Lehrfilm festhalten sollen, so Schindler. Somit ist eine hundertprozentige Finanzierung für alle Typisierungen sichergestellt. Bedanken möchte sich auch Andreas Friedrichs beim DRK Lennestadt, "denn ohne Euch hätte diese Aktion nicht geklappt. Wir haben einen guten Freund und Feuerwehrkameraden verloren, aber viele Freunde in den letzten Wochen gewonnen". Ein großer Dank geht auch an alle anderen freiwilligen Helfer, Vereine und Gewerbetreibende, die durch ihre Hilfe am Gelingen dieser Spendenaktion beigetragen haben. Auch Bürgermeister Heimes als Schirmherr habe einen großen Anteil an diesem Erfolg beigetragen, so Andreas Friedrichs. Stadtbrandinspektor Manfred Stachelscheid ist jetzt klar: "Wenn alle Hilfsorganisationen an einem Strick ziehen, dann kann man etwas erreichen und einen großen Erfolg erzielen." Allen Beteiligten spricht auch er einen großen Dank aus. Monika Pankel vom DRK-Blutspendedienst weißt darauf hin, dass alle 729 Spender einen Typisierungspass, ähnlich dem Blutspenderpass, erhalten. Jeder typisierte Spender braucht in Zukunft an keiner weiteren Spendenaktion mehr teilnehmen, da die Daten in die westdeutsche Spenderzentrale in Essen aufgenommen werden. Sollte ein Spender den Wohnsitz wechseln, bitte die WSZE um entsprechende Mitteilung. Diese Datenbank steht dann dem Zentralen Register in Ulm zur Verfügung. Von hier aus hat man einen Zugriff auf über sechs Millionen Typisierte weltweit. Für 80 Prozent der an Leukämie erkrankten Menschen findet man in der Regel einen Spender. Leider war Udo Würden einer von 20 Prozent, denen nicht mehr geholfen werden konnte. Vielleicht aber hilft diese durchgeführte Spendenaktion irgendwo auf dieser Welt einem anderen an Leukämie erkrankten Menschen — das hoffen alle Beteiligten.

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