St.-Agatha in Bilstein nach über einem Jahr saniert

Christmette in „neuer“ Kirche

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Kleine Raffinesse: Das Kreuz aus Blattgold an der Rückwand des Altarraums ist ein Schattenwurf des hängenden Kreuzes über dem Altar. 

Bilstein. Für die Bilsteiner Gemeinde dürfte die Christmette in diesem Jahr eine ganz besondere werden. Nach über einem Jahr der Renovierung erstrahlt die St.-Agatha-Kirche in neuem Glanz und die Gläubigen feiern erstmals wieder einen Gottesdienst in der Kirche.

Die Bilsteiner mussten lange auf diesen Moment warten. Dr. Siegfried Henders aus dem Kirchenvorstand erinnert sich im Gespräch mit dem Sauerlandkurier: Schon im August 2016 hatten Gemeindemitglieder und Helfer die Kirche für die Sanierungsarbeiten komplett ausgeräumt. Es sollte zügig losgehen. Doch schon nach kurzer Zeit traten erste Verzögerungen auf. Die bayrische Firma für die neuen Fußbodenplatten meldete Lieferengpässe. Außerdem fiel die statische Sanierung umfangreicher aus als geplant. Tiefe Risse, insbesondere in der Decke des rechten Querschiffs, taten sich zum Beispiel auf und wurden bis in den Sommer hinein zeitintensiv behoben.

Viele weitere Arbeiten und Gewerke waren darüber hinaus notwendig: das Dach und die Heizungsleitungen wurden neu isoliert, die Fenster wurden saniert und gereinigt, die Orgel wurde überholt, der Boden ist neu, die Bestuhlung wurde überarbeitet, der Altarraum wurde neu gestaltet und eine neue Lautsprecheranlage – teilweise mit Induktionsschleife – wurde installiert. Auch der Beichtstuhl hat ein neues Gesicht bekommen. Bis auf die Lichtanlage wurde also quasi alles angefasst und modernisiert. Installiert werden muss nun noch ein Zaun, der den Vorraum künftig vom Hauptkirchenraum trennt. „Die veranschlagten Kosten von rund 655.000 Euro konten wir halten“, informiert Dr. Henders über den finanziellen Rahmen der Kirchenrenovierung. Sein und der Dank des Kirchenvorstandes gilt den Gemeindemitgliedern: Waren es finanzielle Hilfen, Lagerraum oder Arbeitsleistungen – viele haben zum Gelingen der Renovierung beigetragen.

Neue Projekte sind bereits in Planung: Für das kommende Jahr ist die Dachsanierung geplant, denn insbesondere auf der Südseite sei der Schiefer stark in Mitleidenschaft gezogen.

Doch bis dahin werden die Bilsteiner schon viele Messen in der „neuen“ Kirche gefeiert haben – mit der Christmette geht es los. Dazu macht das Gemeindebüro übrigens aufmerksam: „Heilig Abend findet die Christmette um 16 Uhr in der neu renovierten Pfarrkirche statt. Hierzu bitten wir alle Gläubigen direkt zum Gotteshaus zu kommen, nicht wie es im Pfarrbrief steht zum Pfarrheim.“

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