Beeindruckend in jeder Hinsicht

„Stabat Mater“: Besucher erleben Konzert der Extraklasse

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Maria in Doppelbesetzung - Anna Pehlken (in rot) sang vorwiegend englisch oder latein, Basak Ceber oftmals in aramäisch und arabisch.

Altenhundem. Ein Konzert der Extraklasse von bestens aufgelegten Akteuren erlebten die Besucher von „Stabat Mater“ am Sonntag in der Pfarrkirche in Altenhundem.

„Stabat Mater“ – dieser Gedichtanfang steht für ein Gebet, das die Trauer der Gottesmutter Maria in den Mittelpunkt rückt, als Jesus am Kreuz von Golgatha hingerichtet wird. 2008 wurde Stabat Mater in Liverpool uraufgeführt. Die Verfasserschaft dieses mittelalterlichen Werkes ist ungeklärt; der 1945 geborene Waliser Karl Jenkins hat die Verse vertont und mit dieser Komposition ein Meisterwerk geschaffen. Die Rolle der Mutter Maria wurde mit einer Ethnosopranistin besetzt – die Texte der damals im Orient verbreiteten Sprachen Aramäisch und (Früh-)Arabisch werden so gesungen und verbreiten auf diese Weise eine subtile Authentizität. Viel mehr noch – es stellt dadurch einen direkten Bezug zum Ursprungsland sowie dem kulturellen Umfeld der Kreuzigung Jesu dar.

Den Besuchern wurden an diesem Nachmittag zwölf Sätze dargeboten. Der 1923 gegründete Kirchenchor St. Bartholomäus Meggen hatte dazu hochkarätige Gäste eingeladen: das Kammerorchester der Dortmunder Philharmoniker, die Sankt Barbara Kantorei Krakau sowie die beiden Solistinnen in der Rolle der Maria – Sopran: Anna Pehlken (sang auch in englischer Sprache), Maria (Alt-Ethnic Voice): Basak Ceber. Sie wurden unterstützt vom Flötisten (Ney-Flöte) Murat Cakmaz, das Dirigat lag in den Händen von Professor Wieslaw Delimar. Einstudiert und an der Orgel wie immer ein Meister seines Fachs: der Dirigent des Kirchenchores Meggen: Harald Jüngst.

Musikalisch und optisch hinterließ „Stabat Mater“ einen gewaltigen Eindruck bei den Konzertbesuchern.

Damit auch die Optik zu dieser einzigartigen Veranstaltung passte, hatte Gudrun Barenbrock eine Videoinstallation vorbereitet; der Gesang und die einzelnen Passagen wurden visuell entsprechend dargestellt. Die untergehende Sonne tat ihr übriges dazu; die Kirchenfenster mit den zahlreichen biblischen Darstellungen rundeten das Gesamtbild ab. Erwähnenswert sind neben den optimal agierenden Sängern natürlich die Musiker. Bestens vorbereitet und perfekt unterlegten sie den riesigen Chor.

Publikum dankt mit Stehenden Ovationen

Die Rolle der Maria war aufgeteilt. Die beiden Sängerinnen zeigten, dass sie ihr Handwerk verstehen. Spielerisch warfen sie sich den Ball zu und ergänzten sich bestens.

Stehende Ovationen waren der Dank eines begeisterten Publikums. Das Ereignis war auch dem 50-jährigen Jubiläum der Lennestadt gewidmet. Ebenso feiert die Katholische Kirchengemeinde Meggen in diesem Jahr ihr 150. Jubiläum. Ein Dank der Protagonisten galt insbesondere Pastor Gundermann und Küster Funke.

Mit der Komposition „Stabat Mater“ wurde das Passionsgeschehen um den Kreuzestod von Jesus Christus auf beeindruckende Weise neu erfahrbar gemacht.

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