Städtepartnerschaft feiert jetzt 15-jähriges Bestehen

Bürgermeister Alfons Heimes mit einem vorgezogenen Geburtstagsgeschenk an den Leiter des Kulturamtes der Stadt Otwock am vergangenen Sonntag. Leszek Korczak erhielt ein Relief von Thomas Morus. Foto: Gregor Breise

Otwock - Lennestadt Beispiel für echte Völkerverständigung

Lennestadt. (gb)

Die Städtepartnerschaft Lennestadt - Otwock feiert in diesen Tagen ihr 15-jähriges Bestehen.Eine kleine Laudatio zu diesem Thema hielt Bürgermeister Alfons Heimes am vergangenen Sonntagabend bei der Ausstellungseröffnung der polnischen Künstler aus Otwock. Zur Erinnerung: 1992 war die Stadt Lennestadt eine Partnerschaft mit der Stadt Otwock in Polen eingegangen. Entstanden war diese offizielle Verbindung aus langjährigen Kontakten, die die katholische Kirchengemeinde St. Agatha in Altenhundem mit der Theresia-Gemeinde in Otwock pflegte.

Die Städtepartnerschaft ist und war ein wichtiges Instrument zur gegenseitigen Verständigung durch Begegnung in Rahmen von Kultur- und Jugendaustausch und damit auch zur Bildung einer europäischen Identität.

Was am 25. April mit der Bildung eines Arbeitskreises zur Partnerschaft begann, nahm im Herbst '92 rasant an Fahrt auf. Am 30. September wurde die Freundschaftserklärung unterzeichnet, vom 20. Oktober bis 1. November reisten dann Bürgermeister Nies und Stadtdirektor Dr. Kaufmann nach Otwock.

Im Laufe der Jahre verfolgte die Verwaltung, unabhängig von der Ära Kaufmann/Heimes, immer den gleichen Weg: etwas anstoßen, Zuschüsse gewähren, aber die Kontakte selbst über die Bevölkerung laufen lassen.

Es erfüllten im Laufe der Jahre zahlreiche Kontakte und Begegnungen zwischen Vereinen, Familien und auf öffentlicher Basis die Partnerschaft mit immer mehr Leben. So hat sich zwischen den beiden Städten mit der Zeit ein starkes Band der Verbundenheit. Unter anderem wurden regelmäßige gegenseitige Besuche zwischen Kindern und Jugendlichen im Rahmen von Ferienfreizeiten, Konzerten von Orchestern und Chören sowie Ausstellungen einzelner Künstlergruppierungen organisiert.

Um die Kontakte noch verzweigter in die Bevölkerung zu tragen, wurde der ursprüngliche Arbeitskreis um Arbeitsgruppen auf beiden Seiten erweitert. Die Arbeitsgruppen Schulen, Sport, Musik/Kultur, Feuerwehr/Schützenwesen, Jugend und Familien/Tourismus bilden die Multiplikatoren außerhalb der Verwaltung.

Bei zwei Arbeitstagungen (2006 in Lennestadt/Mai 2007 in Otwock) trafen sich die jeweiligen Arbeitsgruppenmitglieder, um zu prüfen, inwieweit oder ob überhaupt Gemeinsamkeiten bestehen.

Eine weitere neue Arbeitsgruppe wird sich mit dem Thema "Wirtschaft" beschäftigen, dazu reist eine Stadtmarketing-Gruppe im Februar 2008 nach Polen, ein weiterer Besuch wird der von Lennestädter Grundschullehrern in Polen sein.

Das hervorragende Verhältnis zweier Städte, die aus den Weltkriegstagen tief vernarbte Wunden davontrugen, ist ein lebendiges Zeugnis dafür, dass man sehr wohl aus der Geschichte lernen kann. Und somit wäre die Städtepartnerschaft Otwock/Lennestadt eigentlich auch ein würdiger kommender Träger des Thomas-Morus-Preises.

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