Startschuss für zweite Probephase

Autonomer Shuttle-Bus „SAM“ fährt jetzt in Lennestadt

Start der zweiten Probephase des autonom fahrenden Shuttle-Bus „SAM“ in Lennestadt.
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Start der zweiten Probephase des autonom fahrenden Shuttle-Bus „SAM“ in Lennestadt.

Lennestadt - Heute ist der Startschuss für die zweite Probephase von „SAM“ (Südwestfalen Autonom und Mobil) gefallen. In den nächsten vier Monaten soll der kleine, autonom fahrende Shuttle-Bus den Linienverkehr verstärken.

„SAM“ bietet insgesamt, aufgrund der Auflagen durch die Corona-Pandemie, vier Sitzplätze und das Tragen einer Schutzmaske ist Pflicht. Die Einsatzstrecke beginnt am Marktplatz und führt über das Rathaus und die Sauerlandhalle zum St. Georg Haus in der Lennewiese. Dazu ist die Nutzung des autonomen Shuttle-Bus kostenlos.

„Es ist die Herausforderung den öffentlichen Personennahverkehr in Südwestfalen fit zu machen“, erklärt Landrat Frank Beckehoff. Zudem sehe er eine Vorreiterrolle der Region. „Das autonome Fahren bietet einen Vorgeschmack auf die Mobilität von morgen.“ Das Projekt „SAM“ sei ein Zeichen dafür, dass „der Trend zum autonomen Fahren voranschreitet“. 

„SAM“ fährt in Lennestadt: Zufriedenheit mir Testbetrieb in Drolshagen

Der Verbandsvorsteher des Zweckverbands Personennahverkehr Westfalen-Süd (ZWS), Andreas Müller, berichtet: „Momente, in denen Zukunft geschrieben wird, gibt es nicht oft im Leben. Aber dieser hier mit „SAM“ gehört definitiv dazu.“ Müller sieht im Projekt die Chance darauf, dass Innovationstreiben des öffentlichen Personennahverkehrs voran zu treiben, auch wenn dieser unter „keinem guten Ruf“ stehen würde.

Dazu gibt der ZWS-Verbandsvorsteher einen kleinen Blick auf die Ergebnisse, der ersten „SAM“-Testphase in Drolshagen. Insgesamt 737 Fahrgäste hatte der Shuttle-Bus in 49 Betriebstagen befördert und dabei eine Strecke von 1700 km unfallfrei zurückgelegt. Die einzigen Hindernisse seien dabei falsch geparkte Autos und zu früh vor den Bus einscherende Verkehrsteilnehmer gewesen. „Mit der Resonanz bin ich sehr zufrieden, zumal sich die Corona-Pandemie auch auf „SAM“ ausgewirkt hat“, so Andreas Müller.

„SAM“ fährt in Lennestadt: Ergebnisse der Probenphasen Ende des Jahres

Schließlich appelliert der ZWS-Verbandsvorsteher an die Bürger, nun einmal selbst „SAM“ in Lennestadt zu testen und ein wenig „Zukunft von morgen zu schnuppern“. Außerdem rechnet Andreas Müller damit, dass Ende des Jahres die Ergebnisse der beiden Probephasen vorliegen und im nächsten Jahr ausgewertet werden können. 

Mit „SAM“ sollen Einsatzmöglichkeiten eines automatisierten Verkehrs im ländlichen Raum geprüft werden, um Mobilitätsangebote zu schaffen, wo der normale Linienverkehr nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden kann. Zudem sollen wichtige Erkenntnisse bezüglich Ladetechnik, Zulassungsprozess und zu den Anforderungen erlangt werden. Dafür wird eine Akzeptanzforschung bei den Fahrgästen durchgeführt, um auch die Einstellung der Bevölkerung zum autonomen Fahren im Alltag festzustellen.

„SAM“ fährt in Lennestadt: „Bereits heute die Zukunft mitgestalten“

Unterstützt wird das Projekt „SAM“ durch die Firmen Mennekes GmbH, Kirchhundem Krah Gruppe, Bigge Energie, der Südwestfalen-Agentur sowie den beiden Kommunen Lennestadt und Drolshagen.

„Niemand weiß, wie der öffentliche Nahverkehr im Jahr 2030 genau aussehen wird. Umso wichtiger ist es, bereits heute diese Zukunft aktiv mitzugestalten. Die an „SAM“ beteiligten Partner möchten dazu in Südwestfalen ihren Beitrag leisten“, betont Andreas Müller und bedankt sich bei den Vertretern der unterstützenden Unternehmen für das große Engagement. Außerdem ist der ZWS-Verbandsvorsteher davon überzeugt, dass fahrerlose Shuttles zukünftig einen großen Teil der Mobilität ausmachen.

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