Stolpersteine

Der Kölner Künstler Gunter Demnig wird am 30. April, in Altenhundem, Elspe, Altenvalbert und Grevenbrück 15 Stolpersteine verlegen.

Stolpersteine sind zehn mal zehn Zentimeter große Betonquader, mit einer Messingplatte überzogen, die in den Bürgersteig eingemauert werden und an die ermordeten Opfer der nationalsozialistischen Diktatur erinnern. Interessierte Bürger sind herzlich eingeladen, an den Stolpersteinverlegungen teilzunehmen. Am Abend wird die Lokalzeit des WDR-Fernsehens über die Aktion berichten.

Acht Stolpersteine verlegt der Künstler ab 10 Uhr in der Hundemstraße 31 für Arthur Winter, seine Frau Luise Else und die Kinder Kurt und Ruth sowie für Aron Neuhaus, seine Frau Johanna und die Kinder Else und Dora. Schülerinnen und Schüler der Anne-Frank-Hauptschule und der St. Barbara Realschule in Meggen werden über das Schicksal dieser Familien, die in Theresienstadt und Auschwitz 1943 ermordet wurden, während der Verlege-Aktion berichten.

Gegen 11 Uhr verlegt Gunter Demnig in Elspe vor dem Geschwister-Neheimer-Platz fünf Stolpersteine für Emma, Emilie, Frida, Rosa und Rika Neheimer, die nach der Pogromnacht am 9. November 1938 aus Elspe zu ihrer Schwester nach Mons/Belgien flüchteten, aber nach der Besetzung Belgiens durch deutsche Truppen von dort 1942 in den Osten deportiert und ermordet wurden. Die inhaltliche Gestaltung übernimmt die Hauptschule Elspe.

Danach wird an die Ermordung dreier Euthanasie-Opfer erinnert: In Altenvalbert verlegt Gunter Demnig einen Stolperstein für Mathilde Köhler, die 1943 in Hadamar ermordet wurde und in Grevenbrück, Twiene 3, für Günter Tigges, der in Niedermarsberg umgebracht wurde.

Der Stolperstein für Franz Peters, 1941 in Hadamar getötet, wird zunächst in der Abteilung "Zweiter Weltkrieg" des Museums der Stadt Lennestadt gezeigt und später verlegt.

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