Löhne und Gehälter für drei Monate gesichert

Umsatzeinbrüche als Grund: Unternehmen HJE Systembau Eickhoff stellt Insolvenzantrag

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Symbolfoto

Elspe. Die Geschäftsführung der HJE Systembau Eickhoff GmbH & Co. KG hat einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens beim zuständigen Amtsgericht Siegen gestellt. Das erklärt das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

„Starke Umsatzeinbrüche in den letzten Monaten, insbesondere verursacht durch wirtschaftliche Probleme eines international tätigen Großkunden, führten zu diesem Schritt“, geht daraus hervor. 

Vom Amtsgericht Siegen wurde Rechtsanwalt Martin Buchheister aus Lüdenscheid zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Noch am gleichen Tag wurden die Mitarbeiter des Unternehmens innerhalb einer Betriebsversammlung über die momentane Lage und die weiteren Schritte informiert. 

Die Löhne und Gehälter der über 50 betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind über das Insolvenzgeld der Agentur für Arbeit für drei Monate gesichert. Diesen Zeitrahmen wird der Insolvenzverwalter nutzen, um in Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung nach Möglichkeit eine nachhaltige Sanierung des Unternehmens einzuleiten. „Der Geschäftsbetrieb der HJE wird nach dem Insolvenzantrag ohne Einschränkungen fortgeführt. Die Auftragslage ist aktuell sehr gut und die qualifizierte Belegschaft zieht mit großem Engagement mit. Außerdem verfügt HJE als innovativer Partner mit großer Projekterfahrung und Entwicklungskompetenz über einen jahrzehntelang gewachsenen Kundenstamm, mit dem vertrauensvoll zusammengearbeitet wird. Das ist grundsätzlich eine gute Basis für eine Sanierung. Der gestellte Insolvenzantrag hat keinerlei Auswirkungen auf den laufenden Geschäftsbetrieb“, so Buchheister weiter, „alle Leistungen werden weiterhin in gewohntem Umfang und in der gewohnten Qualität erbracht.“ 

Fortführung und Erhalt der Arbeitsplätze als Ziel

In den nächsten Wochen wird sich der vorläufige Insolvenzverwalter ein detailliertes Bild von der wirtschaftlichen Situation und den möglichen Chancen und Perspektiven für das Unternehmen machen. „Unser gemeinsames Ziel ist es, den Geschäftsbetrieb für unsere treuen Kunden störungsfrei weiterzuführen und die Arbeitsplätze zu erhalten“. Welche Maßnahmen dazu konkret erforderlich sind, wird sich im Rahmen einer genaueren Analyse in den nächsten Wochen und Monaten zeigen. Martin Buchheister und die Geschäftsleitung der HJE haben bereits erste Gespräche mit den wichtigsten Kunden und Lieferanten geführt, die durchweg positiv verlaufen sind. „Alle Kunden und Zulieferer, mit denen wir bereits sprechen konnten, unterstützen uns und bleiben uns treu“, informiert Buchheister weiter. „Das zeigt Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit der HJE und bietet uns enorme Planungssicherheit.“

Die 1993 in Lennestadt gegründete HJE Systembau produziert innovative Systeme für Werbung, Verkaufsförderung und Objekteinrichtung und vertreibt diese bundesweit und im europäischen Ausland. Martin Buchheister verfügt als Insolvenzverwalter über eine exzellente Expertise und jahrzehntelange Erfahrung in der Restrukturierung und Sanierung von mittelständischen Unternehmen. Unter anderem konnte er die Paul Voss GmbH aus Heggen professionell und erfolgreich durch das Insolvenzverfahren führen, stabilisieren und den Fortbestand sichern.

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