Experten beantworten Fragen 

Knöllchen, Bußgelder, Dieselskandal und Co.: Telefonaktion zum Thema Verkehrsrecht am heutigen Mittwoch

Drei Fachanwälte widmen sich heute den Fragen unserer Leser.

Der SauerlandKurier bietet in Kooperation mit drei renommierten Anwaltskanzleien der Region eine Telefonaktion zum Thema „Verkehrsrecht“ an. Unsere Leser können dabei am Mittwoch, 23. Oktober, von 17.30 bis 19.30 Uhr kostenlos ihre Fragen rund um das Verkehrsrecht an die Experten stellen.

Dr. Christian Kotz von „Kanzlei Kotz – Rechtsanwälte“ im Siegerland ist am kommenden Mittwoch unter Tel. 02721/136141 zu erreichen. Kotz ist seit 2003 als Rechtsanwalt zugelassen, seit 2010 Fachanwalt für Verkehrsrecht. Er ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltsvereins, des Beirates Rechtsanwälte des Bundesverbandes der freiberuflichen und unabhängigen Sachverständigen für das Kraftfahrzeugwesen (BVSK) sowie im Verband deutscher Verkehrsrechtsanwälte (VdVKA) und Schwacke- und autorechtaktuell.de-Vertragsanwalt. 

Von „Dietzmann Hesse Dr. Buchmann und Partner mbB“ in Olpe steht den Anrufern Julian Voß unter Tel. 02721/136142 zur Verfügung. Er studierte Rechtswissenschaften an der Universität Bonn, machte sein Rechtsreferendariat am Landgericht Köln und war dann als Jurist bei einem Versicherungskonzern in der Deutschlandzentrale tätig. Seit 2016 ist er Rechtsanwalt in Olpe mit dem Schwerpunkt Zivilrecht, insbesondere Verkehrsrecht. 

Aus dem HSK wird Torsten Dinsing von „Kraas, Teiser Sozietät“ in Arnsberg die Fragen beantworten. Er hat die Telefonnummer 02721/136148. Dinsing studierte nach dem Abitur Rechtswissenschaften an der Ruhr-Uni Bochum und der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Nach dem ersten juristischen Staatsexamen (2012) und dem Referendariat im Landgerichtsbezirk Stralsund folgte 2015 das zweite juristische Staatsexamen. Seit 2015 ist Torsten Dinsing als Rechtsanwalt tätig und schwerpunktmäßig mit dem Verkehrsrecht befasst.

Gerade im vielseitigen Verkehrsrecht ist es wichtig, einen Experten an seiner Seite zu haben, der Betroffenen zur Seite steht – ob bei Unfällen, Bußgeldern, beim Autokauf oder oder oder. 

Fallbeispiel 1 

Frau Meier fährt mit ihrem Fahrzeug durch die Stadt. An einer roten Ampel muss sie verkehrsbedingt halten. Der im dahinter fahrenden Pkw befindliche Fahrer übersieht dies und fährt Frau Meier auf. Das Alleinverschulden des Auffahrenden steht fest. Kurz darauf meldet sich der Kfz-Haftpflichtversicherer bei Frau Meier und kündigt an, man werde sich um alles kümmern; Gutachten, Werkstatt, Mietwagen – alles werde arrangiert werden. Nach der Begutachtung durch einen von der Haftpflichtversicherung beauftragten Gutachter teilt dann jedoch die gegnerische Haftpflichtversicherung mit, dass die Reparaturkosten über dem Restwert des Fahrzeuges liegen würden, sodass lediglich der Wiederbeschaffungsaufwand zu erstatten sei. Im Übrigen würde dann durch einen Fahrzeugaufkäufer der Restwert an die Frau Meier gezahlt werden. Nach Einschaltung eines Rechtsanwaltes durch Frau Meier stellt sich heraus, dass die Versicherung den Restwert des Fahrzeuges zu niedrig angesetzt hat. Darüber hinaus hat die gegnerische Haftpflichtversicherung Frau Meier selbstverständlich nicht darüber aufgeklärt, dass die vom Sachverständigen ermittelten Reparaturkosten nicht über der sogenannten 130-Prozent-Grenze lagen, sodass die gegnerische Haftpflichtversicherung die Reparaturkosten vorliegend zu tragen hat. 

Fallbeispiel 2 

Bei der fiktiven Abrechnung eines Kfz-Unfalls verweist die Versicherung auf eine freie Kfz-Werkstatt: Der BGH hat klargestellt, dass für die fiktive Abrechnung grundsätzlich weiterhin der Stundenverrechnungssatz der Markenwerkstatt am Ort des Geschädigten die Basis ist. Unter Umständen kann die Versicherung den Geschädigten unter dem Gesichtspunkt der Schadenminderungspflicht auf eine freie Kfz-Werkstatt verweisen, wenn diese von der Qualität gleichwertig mit der Markenwerkstatt ist. Solange das Fahrzeug des Geschädigten aber noch in der Garantiezeit ist (in der Regel drei Jahre) oder aber der Geschädigte sein älteres Auto bisher ausschließlich in der Markenwerkstatt betreuten ließ, ist der Verweis der Versicherung unzumutbar.

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