Mit schwerem Gerät in den Hauberg

Tradition und Moderne

Eine Gemeinschaftsaufgabe: die Arbeit im Hauberg, wie hier in Werthenbach. Foto: Heinrich Bruch

Die Tradition hat sich bis heute durchgesetzt – wenn auch nur noch zur Beschaffung von Brennholz und zur Industrieholzgewinnung. Viele Orte im Siegerland besitzen eine eigene Haubergsgemeinschaft.

Diese organisiert vor Ort die Aufteilung der Waldgebiete.

Zum Hauberg anmelden kann sich grundsätzlich jeder – vorausgesetzt, er besitzt einen Motorsägenschein. Entsprechende Kurse werden vielerorts in Fachgeschäften für Forstgeräte angeboten. Hier lernt man alles über Unfallverhütung, die richtige Pflege der Motorsägen und Fälltechniken. Ebenso wichtig ist die Anschaffung von Schutzkleidung. Dazu gehören unter anderem Kopf- und Lärmschutz, gute Handschuhe sowie unfallsichere Schuhe.

Der erste Arbeitsschritt, das Fällen der Bäume, erfolgt idealerweise zwischen Herbst und Frühjahr. In dieser Zeit tragen die Bäume kein Laub und beim Sägen tritt kein Saft mehr aus. Auf diese Weise trocknet das Brennholz schneller. Als technische Hilfsmittel dienen – neben der Kettensäge – heutzutage vor allem Traktoren mit Seilwinden, die die Stämme aus dem Wald ziehen und somit die Arbeit erheblich erleichtern. Hydraulische Spalter kommen vielerorts zum Einsatz, wo früher die gute alte Spaltaxt bemüht werden musste. Wer nicht über solch schweres Gerät verfügt, muss Körpereinsatz zeigen: Der Stamm wird an Ort und Stelle entastet, in Meter-Stücke geteilt und anschließend per Hand am Wegrand gestapelt.

Bis zum Frühsommer muss das Gebiet geräumt sein. Dann erfolgt die Vermessung des Holzes durch die Genossenschaft. Abgemessen wird in Raummetern, der gebräuchlichsten Maßeinheit beim Handel mit Brennholz. Erst dann sieht man, ob die Arbeit sich – aus wirtschaftlicher Sicht

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