Gedenken bleibt in Meggen erhalten

Gegen die Angst des Vergessens: Sekundarschule Hundem-Lenne widmet Anne Frank einen eigenen Platz

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Schulleiter Bernd Holzapfel und Bürgermeister Stefan Hundt bringen das neue Schild "Anne-Frank-Platz" am Schulhof des Schulzentrums Meggen an.

Meggen – „Die größte Sorge war, dass der Name ‘Anne Frank’ verloren geht“, sagte Bürgermeister Stefan Hundt bei der Umbenennung des Schulhofes des Schulzentrums „Auf’m Ohl“ in Meggen.

Denn wenn die Schule schon einen neuen Namen bekommt, sollte wenigstens der Schulplatz umbenannt werden, damit der Name nicht vollständig verloren ginge. Die Erinnerung an das jüdische Mädchen sei so wichtig, gerade im Umgang miteinander und mit Blick zurück auf ihre Geschichte, so Hundt weiter. 

Erste Gespräche fanden mit Schulleiter Bernd Holzapfel gemeinsam statt. „Wir haben noch einen draufgesetzt“, erklärte Hundt. Er legte die Überlegung der Umbenennung bei der Sitzung des Stadtrates vor und plädierte für die neue Adresse „Anne-Frank-Platz 1“. Damit sollte Anne Frank als Person aus der Geschichte hervorgehoben werden. „Der Name steht für das Bestreben der Schule in Courage und gegen Nazismus“, fuhr Bernd Holzapfel fort. „Noch besser, kann es kaum passen.“ Ihm seien solche Momente wichtig. Das entstandene Gesamtbild ergab sich und war zu begrüßen. 

Die Situation der Anne Frank und die Erinnerung an sie und ihre Geschichte werden auf diese Art beibehalten und weitergegeben. Die 10. Jahrgangsstufe liest passend zum ehemaligen Schulnamen „Das Tagebuch der Anne Frank“ im Unterricht. Darüber hinaus ist eine Partnerschaft entstanden. Die Schüler reinigen die insgesamt 15 Stolpersteine, die in Altenhundem, Elspe, Altenvalbert und Grevenbrück verteilt sind. Eine Weiterentwicklung dieses Engagements und dieser Idee für die digitale Zukunft ist bereits geplant, wie Schulleiter Bernd Holzapfel verriet. 

Das Schild wird in vier Metern Höhe aufgehängt, „damit niemand drankommt und es zerstören kann“.

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