Heimische Künstler versteigern ihre Werke für Flutopfer

Unter dem Hammer

Mit einer Auktion im Rathaus Altenhundem wurde für die Opfer der Flutkatastrophe Geld gesammelt. Foto: Schleining

Die Bilder aus den Hochwassergebieten sorgten auch im Sauerland für Betroffenheit. Manch einer kommt dabei auch auf gute Ideen, wie den Menschen dort geholfen werden kann.

So auch der Bilsteiner Künstler Klaus Alter (der SauerlandKurier berichtete). Mit einer Kunstauktion sollte Geld gesammelt werden, um von der Flut geschädigte Familien im bayrischen Deggendorf und im brandenburgischen Bälow zu unterstützen.

In Deggendorf hat Klaus Alter einen Teil seiner Kindheit verbracht, Bälow ist ein Ort, der von der Flut besonders schlimm betroffen ist. Unterstützung war schnell gefunden, 17 Künstlerkollegen erklärten sich bereit, Werke für die Auktion zu stiften. Bürgermeister Stefan Hundt übernahm die Schirmherrschaft und stellte die Räumlichkeiten im Rathaus für die Auktion zur Verfügung. Er begrüßte Gäste und Künstler zu einer „außergewöhnlichen Veranstaltung“, und stellte fest: „Wenn Not ist, halten wir zusammen“.

Als Auktionator fungierte Jens Dommes, Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Er sollte 33 Werke heimischer Künstler unter den Hammer bringen. Für jeden Kunstgeschmack war etwas dabei, Gemälde verschiedener Kunstrichtungen und Techniken, so zum Beispiel von Klaus Alter selbst, von Marita Theile-Greiten, Bianka Zimmermann, Andreas Müller, Anda Dino-Erwes und Margret Berghoff.

Unter der Anleitung des Attendorner Künstlers Hans-Jürgen Peter hatten Menschen mit Behinderung von der Caritas Attendorn eindrucksvolle Gemälde angefertigt und ebenfalls verschiedene Werke zur Verfügung gestellt. Schnitzereien von Hans-Jürgen Peter, Skulpturen, Fotokunst von Rolf Kluge, Lichtkunst von Klaus Alter und Holzobjekte von Raimund Hellekes waren darüber hinaus im Angebot. Auch der Künstler Uli Stein hatte ein Werk gestiftet.

Geplant war eine Versteigerung US-amerikanischer Art, auf Wunsch der Bieter wurde daraus aber eine herkömmliche Versteigerung, bei der der Höchstbietende den Zuschlag erhielt.

Am Ende kamen 1060 Euro für den guten Zweck zusammen – eine Summe, die angesichts der eher kleinen Bieterzahl für Begeisterung sorgte. Auch Schirmherr Bürgermeister Hundt ließ es sich nicht nehmen, einige Werke zu ersteigern. (Von Inge Schleining)

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