Verkaufsoffen: Pro und contra

Ein Teil des Vorstandes bei der Herbstversammlung vom Aktionsring Altenhundem: von links Heike Beckmann, Helmut Bergmoser, Ralf Cordes und Alexander Kremer. Foto: Gregor Breise

Das Lennestädter Stadtfest und der zeitgleiche verkaufsoffene Sonntag sind bei einigen Einzelhändlern zwei unterschiedliche Schuhe, die kein Paar ergeben. Aber, um im Einzelhändler-Deutsch zu bleiben, für andere auch wieder ein zartes Pflänzchen, welches zu gießen und zu pflegen lohnt.

Der erste Tagesordnungspunkt der Herbstversammlung vom Altenhundemer Aktionsring am Dienstagabend im Hotel "Cordial" war auch der heiß diskutierteste.

Der Vorsitzende Helmut Bergmoser lobte das Stadtfest an sich, vor allem die Erweiterung der Festfläche (Hundemstraße), stellte aber auch glasklar fest: "Der verkaufsoffene Sonntag war eine Nullnummer." Und er stand nicht alleine mit seiner Meinung da. "Das Stadtfest ist zum Feiern und Bummeln, nicht zum Verkaufen", hieß es aus den Reihen der knapp 30 Anwesenden.

Das konnte und wollte Vorstandsmitglied Alexander Kremer so nicht stehen lassen. Vehement brach er eine Lanze, auch wenn seine Erlöse ebenfalls nicht umwerfend gewesen seien.

"Für die Marke Altenhundem wäre es ein Schatten, wenn die Geschäfte bei so einem Fest zu wären", appellierte er an das Forum. Für ihn sei es unvorstellbar, dass bis zu 15.000 Besucher durch die City laufen und vor geschlossenen Türen stehen würden. Auch das (zu) gute Wetter hätte dem Einzelhandel nicht geholfen. Er schlug vor, die strategische Chance zu nutzen, und auch im nächsten Jahr das Stadtfest verkaufsoffen zu gestalten.

Sicher war seine Rede auch mitverantwortlich dafür, dass bei der abschließenden Abstimmung nur noch wenige gegen einen offenen Sonntag waren.

Der Aktionsring hat auch in Zukunft viel vor, zudem sei man nun mit dem Stadtmarketing auf Augenhöhe, habe also an Gewicht gewonnen.

Die nächste Veranstaltung ist am 20. September der Bauernmarkt um Marktplatz, In den Höfen und der Helmut-Kumpf-Straße.

Der Schaufenster-Wettbewerb mit dem Motto "40 Jahre Lennestadt" währt vom 18. bis zum 31. Oktober. Hier sollten sich aber noch weitere Geschäfte beteiligen.

Großes Lob erfuhr die zweite Auflage des "Schatzmagazins", eine dritte Ausgabe ist zum Bauernmarkt geplant, vor Weihnachten gar eine vierte.

Die vorweihnachtlichen Aktivitäten stellte Alexander Kremer vor. Beim Weihnachtsgewinnspiel sollen wieder Einkaufsgutscheine im Wert von insgesamt 2500 Euro ausgeschüttet werden, das beliebte Klebespiel bleibt dabei erhalten.

Der Weihnachtsmarkt unter der Federführung von "Förderband" - dabei mit der finanziellen Unterstützung vom Aktionsring - soll von den Höfen auf den Rathausplatz verlagert werden, dies sei ein Wunsch von "Förderband".

Für die Vervollständigung der neuen Weihnachtsbeleuchtung kommt auf die Aktionsring-Mitglieder eine neuerliche Umlage in Höhe von 50 Euro zu.

Der nächste Mitglieder-Frühschoppen ist für den 11. Oktober anvisiert.

Die verkaufsoffenen Sonntage für 2010 sind geplant für den 18. April, 15. August, 26. September und den 28. November.

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