Ausstellung, Diskussion und mehr beim Hoffest in Oberelspe

Ein Tag mit vielen Facetten

Stärkung der Region und die Landwirtschaftspolitik waren Themen der Podiumsdiskussion: v.l.: Michael Braun (Grüne), Petra Crone (SPD), Gregor Kaiser, Rainer Deppe (CDU)

Ein voller Erfolg war das Hoffest auf dem Hof Kaiser/Kilgus in Oberelspe zugunsten eines Kinderkrankenhauses im Kongo vergangenen Sonntag. Gut 500 Besucher erfreuten sich an guter Musik, netten Gesprächen und leckerem Kuchen und Getränken.

Far Out und der afrikanische Chor Engelsstimmen sorgten für die musikalische Abwechslung zwischen Podiumsdiskussion und Ausstellungsbesichtigung. Gezeigt wurde die Ausstellung „Zwei Seiten einer Medaille“ über Produktionsbedingungen verschiedenster Konsumartikel wie Spielwaren, Orangen oder Blumen. Gleichzeitig wurden dort auch Handlungsmöglichkeiten für die Konsumenten hier vor Ort aufgezeigt. Während die Kinder das Spielmobil der OT nutzten oder die Wollwerkstatt von Anita Jung besuchten und tolle Monster filzten, besichtigen die Erwachsenen die ökologischen Weihnachtsbaum

kulturen von Gregor Kaiser oder informierten sich am Stand des Weltladens über fair gehandelte Produkte.

Auch die Podiumsdiskussionsrunde mit Landes- und Bundespolitikern war sehr gut besucht. Petra Crone (SPD) forderte zur Stärkung der ländlichen Regionen einen Zusammenschluss aller Akteure und Michael Braun (Grüne) kritisierte die bestehende Landwirtschaftspolitik und warb für eine höhere Förderung für kleinere Betriebe. Rainer Deppe (CDU) sprach sich für bessere Infrastrukturpolitik und mehr Geburten der Deutschen aus – eine abwertende Haltung gegenüber Migrantenfamilien in Deutschland war hier zu verspüren. Ansonsten, so Deppe, würde die Regulierung des Weihnachtsbaumanbaus übertrieben, ein neues Zertifizierungssystem würde schon umgesetzt und zeigen, dass in den Betrieben umweltfreundlich gewirtschaftet würde. Dem gegenüber zeigten sich Crone und Braun der Idee aufgeschlossen, die Umstellung von konventionell wirtschaftenden Betrieben hin zu ökologisch produzierenden zu fördern.

Die Diskussion, die von dem Gastgeber Gregor Kaiser geleitet wurde, umspannte ein breites Themenspektrum und bot für die Zuhörer viele Punkte zum weiteren Nachdenken. Sowohl die Familie Kaiser/Kilgus als auch die AG es TUT sich WAS waren mit dem Tag sehr zufrieden. Für die Kinder im Kongo ist ein vierstelliger Betrag zusammen gekommen, dessen Höhe aber noch nicht genau feststeht – sie wird aber noch mitgeteilt werden.

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