Volksbank investiert in die Notfallversorgung der Bürger

Über eine lebensrettende Spende der Banker konnten sich die Vertreter des Roten Kreuzes und des Malteser freuen. Foto: Torsten-Eric Sendler

Großzügige Spende für das "Helfer-vor-Ort"-System

Grevenbrück. (tes)

Gewinnsparen ist für die Kunden der Volksbanken eine lukrative Sache: Mit den Losen kann man nicht nur den ein oder anderen Euro auf die sichere Seite legen, sondern gleichzeitig locken auch attraktive Preise. Und weil statistisch gesehen jedes vierte Los gewinnt, erfreut sich der genossenschaftliche Sparclub, bei dem man monatlich 100.000 Euro und sogar Autos gewinnen kann, einer immer größer werdenden Beliebtheit. Aber auch die Allgemeinheit gehört zu den Gewinnern: Die Zweckerträge aus dem Gewinnsparen werden für gemeinnützige Zwecke gespendet. In diesem Jahr investiert die Volksbank Grevenbrück einen Großteil der auf ihr Geschäftsgebiet entfallenden Summe, 15.000 Euro, in die Notfallversorgung der Bevölkerung: Von dem Geld werden insgesamt sechs Defibrillatoren für die "Helfer vor Ort" von DRK und MHD in Lennestadt und Finnentrop angeschafft. Das vom Deutschen Roten Kreuz in Zusammenarbeit mit dem Kreis installierte "Helfer-vor-Ort"-System hat sich mittlerweile dutzendfach bewährt. Die professionellen Helfer, die in ihren Rettungsrucksäcken vom Intubationsbesteck über den Ambubeutel bis hin zu Sauerstoffflasche und Infusionsmaterial alles mitführen, was man zur notfallmedizinischen Versorgung eines Patienten braucht, treffen zum Teil weit vor dem Rettungswagen ein. Und häufig gilt: Je früher ein ernsthaft erkrankter oder schwer verletzter Mensch behandelt wird, desto besser sind seine Überlebens- und Heilungschancen. Doch bei Herzinfarkten waren die Möglichkeiten der Helfer bisher sehr eingeschränkt: Herzmassage und Beatmung können nicht die Behandlung mit einem Defibrillator ersetzen. Deswegen versuchen die Hilfsorganisationen zur Zeit, alle Helfer vor Ort mit den lebensrettenden Geräten auszustatten. Denn mit jeder Minute, die nach einem Herzinfarkt ungenutzt verstreicht, sinkt die Überlebenschance des Patienten um zehn Prozent.

Doch Defibrillatoren kosten Geld — die Anschaffung eines Gerätes schlägt etwa mit 2.500 Euro zu Buche. Eine Summe, die jedoch bestens angelegt ist. Das meinen auch die Bankdirektoren Werner Schulte und Peter Hundt von der Volksbank Grevenbrück. Gemeinsam mit Winfried Igel, der nicht nur Voba-Mitarbeiter sondern auch Ausbilder beim DRK ist, überreichten sie jetzt drei Schecks über jeweils 5000 Euro für die Anschaffung von Defibrillatoren an Guido Wicker (DRK Finnentrop), Reinhard Lauterbach (MHD Oedingen) und Winfried Erlebach (DRK Lennestadt). Winfried Erlebach: "Wir sind berührt und bewegt, diese Spende bringt das Helfer-vor-Ort-System weiter nach vorne. Wenn es nur gelingt, ein Menschenleben durch eines dieser Geräte zu retten, müsste es vergoldet und im Stadtarchiv aufgehängt werden."

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