Voller Anhänger umgekippt

Der Anhänger voller Bier war 'Am Krähenberg' umgekippt. Personen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. Foto: Gregor Breise

Folgenschwer verlief am Mittwochabend die Fahrt eines ortsunkundigen LKW-Fahrer in Bilstein. Das Navigationssystem des voll mit Brauereiprodukten beladenen Gliederzuges navigierte den Fahrer in der Ortsmitte Bilstein fälschlicherweise von der Bundesstraße 55 in Richtung des Wohngebiet "Am Krähenberg".

Als der Fahrer schließlich bemerkte, dass er sich auf falscher Route befand, suchte er auf der verwinkelten, engen Anwohnerstraße "Am Krähenberg" eine Wendemöglichkeit. Nach mehreren Versuchen den Lastzug zu wenden passierte es dann. Die Deichsel des Anhängers knickte ein und der voll beladene Gliederzuganhänger kippte auf der steil ansteigenden Straße auf die Seite.

Nur knapp verfehlte der Havarist eine Straßenlaterne "Am Krähenberg".

Die aus rund acht Tonnen Bierprodukten (Flaschen- und Fassware) bestehende havarierte Ladung verfing sich glücklicherweise zum großen Teil in der LKW-Plane. Es bestand jedoch die Gefahr, dass mehrere der bis zu 50 kg schweren Bierfässern die Straße herunterrollen konnten und so Verkehrsteilnehmer und Anwohner erheblich gefährdeten.

Zur Sicherung des Havaristen wurde aufgrund der gefährlichen Lage um 18.35 Uhr von der Polizei die Lennestädter Feuerwehr informiert. Gemäß Alarm- und Ausrückeordnung wurde von der Kreisleitstelle in Olpe der zuständige Löschzug II (Löschgruppen Bilstein und Grevenbrück) und als Sonderfahrzeug für technische Hilfeleistungen der Rüstwagen der Löschgruppe Meggen zur Einsatzstelle entsandt. Die LKW-Plane verhinderte zunächst Schlimmeres an der steilen Straße. Nachdem die Einsatzkräfte vor Ort waren und die Unfallstelle weiträumig ausgeleuchtet worden war, begannen die Sicherungsarbeiten.

Während die Meggener Kameraden mit dem Rüstwagen mittels eines Greifzuges und Bandschlingen den Anhänger gegen weiteres Abrutschen festlegten, errichteten die Bilsteiner und Grevenbrücker Kameraden eine provisorische Barriere mit Steckleiterteilen, um eventuell fortrollende Bierfässer zu stoppen. Nachdem die Erstmaßnahmen gegriffen hatten, wurde begonnen, die Ladung in mühevoller Handarbeit zu entladen, um das Fahrzeug zum Aufrichten zu entlasten. Nach rund einer Stunde konnte dann schließlich der mittlerweile leere Anhänger von einem Bergungsunternehmen wieder auf die Räder gestellt werden.

Die havarierte Ladung und der erhebliche Glasbruch wurde zum Abtransport in eine Mulde verlastet und zum Abtransport bereitgestellt.

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