Kirchengemeinde St. Agatha Altenhundem und Trägerverein Maria Königin sehen sich auf einem guten Weg

Waldfriedhof in Altenhundem könnte schon dieses Jahr Realität werden

Auf dem Friedhofsgelände von Maria Königin in Altenhundem ist ein Waldfriedhof in Planung.
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Auf dem Friedhofsgelände von Maria Königin in Altenhundem ist ein Waldfriedhof in Planung.

Altenhundem - Die Kirchengemeinde St. Agatha Altenhundem und der Trägerverein Maria Königin sehen sich auf einem guten Weg: Nach aktuellem Stand der Dinge könnte schon in diesem Jahr der geplante Waldfriedhof auf dem MK-Gelände Wirklichkeit werden.

„Wir befinden uns in konstruktiven Gesprächen zur Ausweitung des vorhandenen Friedhofs der Patres von der Heiligen Familie in Form eines Waldfriedhofs Maria Königin“, berichtet Heribert Werthmann, Geschäftsführender Vorsitzender im Kirchenvorstand der Katholischen Kirchengemeinde St. Agatha Altenhundem. Und weiter: „Derzeit sehen wir keine unüberwindbaren Schwierigkeiten, so dass eine Umsetzung im Laufe dieses Jahres möglich erscheint und angestrebt wird.“ Allerdings seien noch Genehmigungen von kirchlicher und behördlicher Seite erforderlich. Erste Gespräche mit dem Generalvikariat in Paderborn und dem Kreis Olpe seien aber schon geführt worden. 

Der Vorsitzende des Trägervereins Maria Königin, Hans-Gerd Mummel, erläutert die Hintergründe der Entwicklungen. „Wir vom Förderverein tragen das Projekt sehr gerne mit, wir können aus rechtlichen Gründen aber nicht der Betreiber des Waldfriedhofs sein.“ Das können laut Landesbestattungsgesetz nur Kommunen oder kirchliche Körperschaften. „Als Eigentümer des Areals haben wir aber die Verpflichtung, diesen Friedhof zu pflegen und zu erhalten. In der Verlängerung des bestehenden Friedhofs sehen wir ein geeignetes Grundstück für einen Waldfriedhof. Außerdem sind die strukturellen Voraussetzungen mit dem Kirchengebäude und der Beschaffenheit des Areals sehr gut“, so Mummel weiter. „Gemeinsam mit der Kirchengemeinde und dem Pastoralen Raum Lennestadt wollen wir das Projekt daher umsetzen.“ 

Die Bestattungskultur ist im Umbruch

Ähnlich wie in Sondern oder Hilchenbach könnte auf dem MK-Gelände also schon bald die immer populärer werdende Bestattungsform angeboten werden. Und zwar – so die Pläne – offen für alle. Mit dem so genannten „Monopolfriedhof“ gehe, sagt Mummel im Gespräch mit unserer Zeitung, „die Verpflichtung einher, den Friedhof jedem zugänglich zu machen.“ Natürlich müssten Bestattungsriten und Friedhofsordnung beachtet werden. 

Werthmann ergänzt: „Die Bestattungskultur ist im Umbruch. Wir wollen den bestehenden Friedhöfen in der Umgebung keine Konkurrenz machen, lediglich ein neues Angebot schaffen. Ein Waldfriedhof ist daher sicher ein Zugewinn für die Stadt Lennestadt.“ Zudem, berichtet Werthmann weiter, sei man bereits in Kontakt mit der Gemeinde Kirchhundem getreten, Finnentrop soll folgen. Erste Signale aus den Nachbarkommunen im Bezug auf den geplanten Waldfriedhof in Altenhundem seien aber durchweg positiv gewesen.

Auf Anregung von Gerd Hennes aus Maumke beschäftigte sich der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Lennestadt im Mai 2019 mit dem Thema Bestattungswald.  Monate zuvor sei aber schon in der Schulgemeinde Maria Königin die Idee gewachsen, einen Bestattungswald auf dem alten Klosterfriedhof der Missionare zu ermöglichen.

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