Oberhalb der Ortschaft Langenei

Waldhütte brennt lichterloh: Stundenlanger Einsatz der Feuerwehr - erste Details zur Ursache

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[Update Freitag 9.38 Uhr] Lennestadt - Die Feuerwehr war in der Nacht zu Donnerstag im Dauereinsatz: In einem Waldstück oberhalb von Langenei brannte am späteren Mittwochabend eine Hütte vollständig ab. Die Einsatzkräfte hatten mit einigen Problemen zu kämpfen.

Gegen 21.30 rückte die Feuerwehr Lennestadt zu dem Waldstück aus. Bereits auf der Anfahrt der ersten Einheiten deutete ein rotleuchtender Nachthimmel auf einen Waldbrand hin. 

In Richtung Stöppel stießen die Brandbekämpfer und die Polizei auf eine Waldhütte, die bereits in Vollbrand stand. Aufgrund der starken Hitze breitete sich das Feuer schnell auf die Waldflächen rund um die Hütte aus. 

Problematisch waren der enge Zufahrtsweg und die damit verbundene schlechte Wasserversorgung an der Einsatzstelle mitten im Wald. Sofort wurden weitere Tanklöschfahrzeuge der Feuerwehr Lennestadt für einen sogenannten Pendelverkehr mit Löschwasser zur Einsatzstelle nachalarmier, die nach und nach von einem eingerichteten Bereitstellungsraum zur Brandstelle abgerufen wurden. 

Zusätzlich wurden der Schlauchwagen der Einheit Elspe und den Gerätewagen-Logistik 2 der Einheit Grevenbrück mit weiterem Schlauchmaterial, sowie ein zusätzliches Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr der Gemeinde Kirchhundem alarmiert. 

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Um neben dem bereits laufenden Pendelverkehr eine stetige Wasserversorgung gewährleisten zu können, richtete die Feuerwehr eine Löschwasserentnahmestelle an der Lenne ein. Von dort wurde eine Schlauchleitung über die Bundesstraße B236 bis hoch zur Einsatzstelle gelegt. Mit mehreren Tragkraftspritzen (TS) konnte mit ausreichendem Druck die Einsatzstelle mit Löschwasser versorgt werden. 

Die Feuerwehr verhinderte konnte ein Ausbreiten der Flammen auf weitere Teile des Waldgebietes verhindern und ging dann unter Atemschutz zur brennenden Hütte vor.

Nachdem das Feuer unter Kontrolle war, wurden die Reste der Hütte mit einem Bagger auseinandergezogen und mit einem Schaumteppich abgedeckt, um letzte Glutnester ablöschen zu können. Während der Löscharbeiten klagte ein Feuerwehrmann über Kreislaufprobleme und wurde von den Maltesern vor Ort betreut. Ein Transport in ein Krankenhaus war jedoch nicht notwendig. 

Der Einsatz konnte nach rund sechs Stunden abgeschlossen werden. Die Feuerwehr Lennestadt war mit 80 Einsatzkräften der Einheiten aus Altenhundem, Elspe, Grevenbrück, Kickenbach, Meggen und Saalhausen im Einsatz. Weiterhin unterstützte die Feuerwehr der Gemeinde Kirchhundem mit einem Tanklöschfahrzeug der Einheit aus Heinsberg die Löscharbeiten. Ebenfalls waren die Malteser für den Eigenschutz der Feuerwehr und die Polizei vor Ort. 

Wie die Polizei am Freitagmorgen mitteilte, liegt der Schaden ersten Schätzungen zufolge im fünfstelligen Bereich. "Brandermittler der Olper Kriminalpolizei haben den Brandort inzwischen begutachtet. Hinweise auf eine Brandstiftung haben sich allerdings nicht ergeben. Die Ermittlungen dauern an", heißt es.

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