"Neues Sehen - neue Sachlichkeit"

Wanderausstellung zum Bauhaus im KulturBahnhof Grevenbrück 

Gaby Selbach, Stadtverwaltung Lennestadt, und Dr. Ute Koch, LWL-Museumsamt (r.) freuen sich auf die Eröffnung der Wanderausstellung am 20. September im KulturBahnhof Grevenbrück.
+
Gaby Selbach, Stadtverwaltung Lennestadt, und Dr. Ute Koch, LWL-Museumsamt (r.) freuen sich auf die Eröffnung der Wanderausstellung am 20. September im KulturBahnhof Grevenbrück.

Grevenbrück - „Neues Sehen – neue Sachlichkeit. Fotografische Positionen in Westfalen von Bauhaus bis heute“ lautet das Motto der Wanderausstellung, die am Sonntag, 20. September, um 16 Uhr im KulturBahnhof Grevenbrück mit einem kleinen Sektempfang eröffnet wird. 

Fotograf Dieter Blase war der Ideengeber für das Ausstellungskonzept, das in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Westfalen-Lippe (LWL) entstanden ist und das 100 jährige Jubiläum des Bauhauses als Anlass nahm. „Die Freude ist groß trotz der schwierigen zeitlichen Lebensbedingungen“, berichtet Dr. Ute Koch vom LWL-Museumsamt. Grevenbrück ist die letzte Station der Wanderausstellung, die in drei Kapitel aufgeteilt ist. Im ersten Teil der Ausstellung können Besucher Fotografien zum Thema „Bauhaus“ bestaunen und erleben. 

„Die Fotografien sind ein Spiel aus Linien und Spiegeln“, erklärt Dr. Ute Koch die typischen Merkmale für die Bauhaus-Fotografie. „Verblüffend sind Kompositionstraditionen zu unterschiedlichen Themen, aber ein erkennbarer Gemeinsamkeiten teilen. Eine Besonderheit der Bauhausfotografie sei zum dem auch die Ausstellung, der vielen Designfotos und Arbeiten von Frauen, die im Bauhaus damals, laut Dr. Koch, nur sticken durften. Von Gebäudeaufnahmen über Selbstportraits und Werbefotos bis hin zu fotografischen Experimenten.

Das zweite Kapitel der Wanderausstellung befasst sich mit Fotografien aus dem Nachkriegsdeutschland, in dem Bilder aus dem Ruhrgebiet nicht fehlen durften. Das letzte Kapitel zeigt zeitgenössische Fotografien. „Ein verbindendes Motiv findet sich in allen drei Kapiteln der Ausstellung“, berichtet Dr. Ute Koch weiter. 

Unter den Ausstellungsbildern sind auch berühmte Werke wie die "Trinkhallenbilder" von Tata Ronkholz, Otto Steinert, Albert Renger-Patsch oder auch zwei Fotos des Ideengebers Dieter Blase. Die Besucher sollen sich Zeit nehmen und mit ihrer Vorstellungskraft die Bilder interpretieren. „Wir mussten von eigentlich 56 auf 38 Bilder aufgrund der baulichen Gegebenheiten des KulturBahnhofs reduzieren.“ Dabei dient der „chronologische Aufbau“ der Ausstellung zum besseren Verständnis der Entwicklung der Fotografie über die Jahre.

Bis zum 18. Oktober können Interessierte die „Ausstellung zum Anschauen“ im KulturBahnhof besuchen und etwas über die Entwicklung der Kunst der Fotografie im Laufe der Zeit lernen. Zur Erklärung liegen Kataloge aus, in denen die einzelnen Fotografien beschrieben sind. Auch ein Ausstellungskatalog kann für 14,90 Euro vor Ort erworben werden. 

Die Ausstellung ist jeweils mittwochs und freitags von 17 bis 22 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 22 Uhr geöffnet. Die Öffnungszeiten sind an die des EssBahnhofs angepasst, da sich das Team um Eva und Michael Koche um die Registrierung der Besucher kümmert. Neben zwei Schließtagen am 25. und 26. September sind kurzfristige Änderungen auf der Homepage der Stadt Lennestadt unter www.lennestadt.de zu finden.

Ansprechpartnerinnen für Fragen zur Ausstellung sind im Rathaus der Stadt Lennestadt Gaby Selbach unter g.selbach@lennestadt.de und Antonia Krihl unter a.krihl@lennestadt.de sowie unter Tel. 02723/608401.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare