Wege in die Metropolen

Irena Katharina Ludwig mit ihrem Mentor, dem Architekten Prof. Dipl.-Ing Ulrich Exner von der Universität Siegen.

Die frischgebackene Architektin Irena Katharina Ludwig aus Altenhundem ist für ihre Diplomarbeit "Continents Framework" mit dem Förderpreis der Universität Siegen ausgezeichnet worden.

Hinter dem Projekt verbirgt sich der Entwurf für einen Neubau des Museums der Weltkulturen in Frankfurt am Main.

Dort könnte am Osthafen nach dem prämierten Entwurf eine Architektur entstehen, die das Thema des Museums in Grund- und Aufriss symbolisiert: Einer mittleren Achse beidseitig gegenüber lägen die verschiedenen Trakte in solcher Weise angeordnet, dass sich in der Daraufsicht eine Struktur präsentiert, die an eine abstrahierte Weltkarte gemahnt.

Der Vorteil liegt auf der Hand.

Die so umbauten 8.500 Quadratmeter Raum böten nicht nur ausreichenden Platz für 65.000 Exponate aus Amerika, Afrika, Europa, Südostasien und Ozeanien, die Wege des Besuchers könnten auch der Anordnung der "Kontinente" folgen, was eine Orientierung zur leichten Übung geraten ließe.

Dabei folgt nicht nur der Grundriss dem Atlas, auch die Trakte sind in ihren Ebenen von Süd nach Nord ansteigend konzipiert, was ebenfalls neben der Symbolkraft auch der Orientierung zugute käme.

Irena Katharina Ludwig erarbeitete das Projekt nach einem Vorschlag ihres Erstprüfers, des Architekten Prof. Dipl.-Ing. Ulrich Exner von der Uni Siegen, der in Frankfurt ein Büro betreibt und der somit im direkten Bezug zur Mainmetropole steht.

Da bleibt also abzuwarten, ob diese prämierte Idee nicht vielleicht sogar zur Umsetzung kommen wird.

Für Irena Ludwig, 1978 in Siegen geboren und in Altenhundem aufgewachsen, war die Architektur schon früh eine Leidenschaft.

Verwandtschaftlich verbunden mit der Baufirma Mees konnte sie früh in Praktika neben der Theorie auch die Realität erleben. Nun ist sie mit dem prämierten Abschluss ihres Studiengangs an einem Fixpunkt angekommen.

Der SauerlandKurier erreichte die junge Diplom-Ingenieurin für Architektur telefonisch in Berlin. Dort, auf der vielleicht spannendsten Baustelle Europas, sucht sie nun eine Anstellung.

Das dürfte gelingen.

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