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Chase, Spiderman und Co.: Alle Infos zum einzigen Weihnachtszirkus in der Region

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Von: Sebastian Schulz

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Die Zirkusfamilie Ronelli freut sich auf ihr Gastspiel in Saalhausen und bekommt Verstärkung von Spiderman.
Die Zirkusfamilie Ronelli freut sich auf ihr Gastspiel in Saalhausen und bekommt Verstärkung von Spiderman. © Schulz

Im Kreis Olpe gastiert rund um die Feiertage ein Weihnachtszirkus. Ab dem 22. Dezember beginnen die Aufführungen. Der SauerlandKurier hat in Erfahrung gebracht, auf was sich die Besucher freuen dürfen.

Saalhausen – Zu Weihnachten wird es schneien. Garantiert! Vielleicht nicht unbedingt unter freiem Himmel, dafür aber auf jeden Fall im Zirkuszelt der Familie Ronelli. Sie will mit ihrem Gastspiel in Lennestadt-Saalhausen in den nächsten zweieinhalb Wochen mit einer Mischung aus Akrobatik, Jonglage, Feuervorführungen, Schnee und einer Show mit Tieren und Filmhelden echte Weihnachtsstimmung verbreiten.

Wer auf den Kurort Saalhausen zufährt, kann die Zirkuszelte direkt hinter dem Kreisverkehr am Ortseingang nicht übersehen. Hier haben Meike, Fernando, Damir, Melina, Skyla, Neyphan und Nevio Ronelli in den letzten Wochen alles vorbereitet: die Lichterketten leuchten, das Kinderkarussell ist angeschlossen, die Heizanlage für das Zelt installiert. Die Kostüme liegen bereit, die Kunststücke für die Show sitzen ohnehin – trotz der langen Corona-Pause.

Termine

Gespielt wird an der Winterberger Straße in Saalhausen vom 22. Dezember bis zum 9. Januar. Spielzeiten sind von Montag bis Freitag um 15 Uhr, Samstag um 14 Uhr und 17 Uhr sowie Sonntag um 11 und um 14 Uhr, an Heiligabend bereits um 14 Uhr, ersten und zweiten Weihnachtstag um 15 Uhr und an Neujahr nur um 17 Uhr. Dienstag und Mittwochs sind Familientage, an denen alle Erwachsenen Kinderpreise bezahlen. Samstags um 17 Uhr ist Happy-Hour, bei der 12 Euro pro Person auf allen Plätzen bezahlt werden müssen. Für die regulären Preise und Karten-Vorbestellungen erbittet die Zirkusfamilie Anrufe unter der Nummer (0151) 1490 2067. Es gilt 2G und Maskenpflicht im Zelt, das normalerweise Platz für 350 Menschen bietet, aber nur mit maximal 200 Besuchern pro Vorstellung ausgelastet werden soll.

Es waren harte Monate für Zirkusfamilien wie die Ronellis. Erst vor vier Jahren hat sich die Gruppe von einer großen Zirkusfamilie getrennt, um mit einem eigenen Zirkus durchzustarten. Sie begannen mit einer Show in einem kleinen Stallzelt und tourten schnell durch das Land, „bis uns Corona ein Jahr geraubt hat“, wie es Zirkusdirektorin Meike Ronelli beschreibt. Immerhin habe man die lange Zeit der Pause einigermaßen unbeschadet überbrücken können. „Und Hund Lucky hat die Zeit sogar genutzt, um seinen Rollerführerschein zu machen“, lacht ihr Zirkusdirektor-Kollege und Ehemann Fernando Ronelli. Will heißen: Lucky ist jetzt in der Lage, auf einem Roller durch die Manege zu fahren und will das auch in Saalhausen zeigen.

Neben Lucky gibt es zwei weitere Hunde, die ihre Energie gerne wieder in die Manege bringen möchten: Billy und Baby, zwei Chihuahuas, die für jedes Kunststück zu haben sind. Und dann sind da noch drei Ziegen und zwei Shetland-Ponys, die den Ronellis tierische Unterstützung geben.

Auch die Chihuahuas Billy und Baby beteiligen sich an der Show unter dem Motto „Chase rettet Weihnachten“.
Auch die Chihuahuas Billy und Baby beteiligen sich an der Show unter dem Motto „Chase rettet Weihnachten“. © Schulz

Die Show selbst trägt den Titel „Chase rettet Weihnachten“ und womöglich könnte dieser Chase auch ein bisschen Ähnlichkeit haben mit einem bei Kindern sehr beliebten Rettungshund. Auch Spiderman wird in der Geschichte vorkommen – in seinem Kostüm steckt Maximilian Renz vom Zirkus Renz, der mit den Ronellis auf Tour ist. Zum Schluss der Show könnte es weitere Überraschungsgäste aus Film und Fernsehen geben, aber Konkretes wollen die Ronellis diesbezüglich noch nicht verraten.

Die Familie freut sich riesig, wieder auftreten zu können. „Wir hatten erst ein bisschen Angst, dass wieder nichts draus wird. Als klar war, dass es unter 2G-Bedingungen möglich ist, haben wir Juchu geschrien“, beschreibt Meike Ronelli. So sei all die Arbeit nicht vergebens gewesen: das Drucken von 100.000 Flyern, das Verteilen in 260 Schulen und Kitas im Umkreis und das Aufhängen der Plakate. Jetzt hoffen sie, dass viele Besucher kommen werden und sind angesichts der ersten Ticketverkauf-Wochen optimistisch: „Man merkt, dass die Leute wieder Lust haben auf Zirkus.“

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