Werktagskapelle abgelehnt

Die Planungen für die Renovierung der St. Agatha Pfarrkirche und der damit verbundenen Errichtung einer Werktagskapelle sind momentan in eine sehr schwierige Phase getreten.

Nachdem der Kirchenvorstand im Oktober 2008 vom Erzbischöflichen Generalvikariat die Genehmigung zur Vollplanung erhalten hatten, war dieser zuversichtlich, die Ausschreibung über die Wintermonate vornehmen. Im Dezember erreichte die Pfarrgemeinde dann völlig überraschend die Mitteilung, dass die Fachstelle Kunst des Erzbischöflichen Generalvikariates die Errichtung der Werktagskapelle in der bisher geplanten Form grundsätzlich ablehnt, "da sie der Struktur der Architektur gänzlich zu wider läuft und sich auch so mit der Architektur verbindet, dass eine saubere Trennung nicht mehr möglich ist."

Gespräche mit der Kunstkommission

Der Kirchenvorstand hat umgehend ein Gespräch mit dem Vorsitzenden der Kunstkommission Prof. Dr. Stiegemann geführt. Dabei wiederholte Prof. Stiegemann die grundsätzliche Ablehnung aller bisherigen Planungen und unterbreitete den Alternativvorschlag der Kunstkommission. Dieser sieht die Errichtung eines Glaskubus im hinteren Bereich des Mittelgangs vor. Dieser freistehende Glaswürfel ,mit LED's für die farbliche Gestaltung, sollte dann von allen vier Seiten durch Schiebetüren zugänglich sein, und 30 Personen fassen. Der Vorteil dieser Lösung liegt nach Ansicht von Prof. Stiegemann darin, dass nicht an die bisherige Architektur angeschlossen wird und ein völlig selbstständiger Körper entsteht, der nicht als störend wahrgenommen werde.

Grundsätzliche Bedenken

Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat konnten diesem Alternativvorschlag neben grundsätzlichen Bedenken vor allem aufgrund der bisher geplanten 60 Plätzen, keine positiven Aspekte abgewinnen und sind nach wie vor von den bisherigen Planungen mit dem Ingenieur-Büro Sonntag überzeugt. Daher sind weitere Gespräche mit der bischöflichen Behörde über Art und Finanzierung der geplanten Werktagskapelle nötig. Im ersten Halbjahr 2009 rechnet der Kirchenvorstand nicht mehr mit dem Beginn der Arbeiten. Er wird sich aber weiter intensiv um eine für alle Seiten zufriedenstellende und baldige Lösung bemühen.

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