Halberbrachter bescheiden: „Einer alleine ist nichts“

Werner Mester mit Bundesverdienstkreuz geehrt

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Stefan Hundt, Bürgermeister der Stadt Lennestadt (l.), und Landrat Frank Beckehoff (r.) gratulierten Werner Mester und Ehefrau Christa zum Orden.

Halberbracht. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Werner Mester aus Halberbracht das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. In einer Feierstunde im Kreishaus Olpe händigte Landrat Frank Beckehoff die Auszeichnung aus.

Beckehoff, Stefan Hundt als Bürgermeister der Stadt Lennestadt sowie Pastor Ludger Wollweber bedachten Werner Mester im Zuge der Feierlichkeiten mit Laudationes. Dabei würdigte Beckehoff die Verdienste des 81-jährigen ehemaligen Betriebsführers unter Tage, der sich durch sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement im kirchlichen und sozialen Bereich auszeichnungswürdige Verdienste erworben hat. Pastor Ludger Wollweber fügte hinzu: „Halberbracht wäre nicht der heutige Ort, wenn Werner nicht da gewesen wäre.“

Bürgermeister Stefan Hundt lobte: „Es ist ein schönes Erlebnis, wenn ein Lennestädter eine solche Auszeichnung erhält. Das ist überhaupt nichts übliches oder gewöhnliches, deswegen gratuliere ich im Namen der Stadt Lennestadt, wie auch persönlich.“

Von 1979 bis 2015 war Werner Mester aktives Mitglied im Kirchenvorstand der Katholischen Kirchengemeinde St. Peter und Paul Halberbracht. Insgesamt kann er auf mehr als 36 Jahre aktive Kirchenvorstandsarbeit zurückschauen. Ab 1988 war er stellvertretender Vorsitzender des Gremiums. 2009 wurde er zusätzlich zum geschäftsführenden Vorstand des Kirchenvorstandes ernannt. Neben der Leitung der Kirchenvorstands-Sitzungen war er jahrzehntelang für die Verwaltung und die Finanzen der Kirchengemeinde verantwortlich.

Darüber hinaus begleitete Werner Mester größere Baumaßnahmen wie die Renovierung des Kindergartens, des Vikariats, des Pfarrhauses und der Kirche. Auch der Kirchenvorplatz wurde erneuert und eine Kirchturmuhr installiert. So staunte neben Pastor Wollweber auch die Dorfgemeinschaft: „Unglaublich, wie sich dieser Mann einsetzt.“

„Unglaublich, wie sich dieser Mann einsetzt“

Aufgrund seines handwerklichen Geschicks hat er neben den größeren Baumaßnahmen selbstständig auch viele kleinere Umbau-, Renovierungs und Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt. Seit vielen Jahren übernimmt er regelmäßig die Pflege der Außenanlagen rund um Kirche, Pfarrheim und Kindergarten sowie die Pflege der Friedhofsanlage.

Zusätzlich ist Werner Mester als Küster in der Kirche tätig. Neben der Vor- und Nachbereitung der Gottesdienste zählt auch die Pflege der Kirche sowie das Schmücken des Altarraumes zu besonderen Anlässen zu seinen Aufgaben. Er ist auch als Lektor und Kommunionhelfer in der Gemeinde aktiv.

Neben seinem kirchlichen Engagement trat Werner Mester 1963 dem „Tambourcorps Meggen“ bei. Von 1973 bis 1987 war er 1. Vorsitzender. Der Verein ernannte ihn zum Ehrenvorsitzenden. Dem Tambourcorps steht er immer noch zur Verfügung. Deswegen rahmten der Corps und der Männergesangsverein „St. Johannes“ 1880 Halberbracht, die Veranstaltung mit mehreren Ständchen und dem spontan, gemeinsam vorgetragenen „Steigerlied“ ein.

Werner Mester ist seit 1976 Mitglied des Schützenvereins St. Hubertus in Halberbracht. Von 1997 bis 2003 war er stellvertretender Vorsitzender und von 2003 bis 2012 Kassierer. Seit 2012 ist er stellvertretender Kassierer. Eine der großen Bautätigkeiten während seiner Amtszeit war der Neubau des Vogelschießstandes.

Seit 1998 ist der ehemalige Betriebsführer unter Tage Mitglied im „Förderverein Bergbaudenkmäler“ in Meggen und arbeitet aktiv bei der Gestaltung der beiden bergbaugeschichtlichen Wanderwege in Meggen und Halberbracht mit.

In der Kolpingsfamilie Meggen und im Bezirksvorstand der Kolpingsfamilien im Kreis Olpe war er ebenfalls mehrere Jahre aktiv. Seine Arbeitsschwerpunkte lagen vor allem im Bereich Arbeit und Beruf. In diesem Zusammenhang war er Gründungsmitglied der Aktion „Förderband“ im Kreis Olpe, die er über Jahre ehrenamtlich begleitet hat.

Für seine Verdienste im kirchlichen Bereich wurde Werner Mester im Jahr 2000 der päpstliche Orden „Pro Ecclesia et Pontifice“ („Für Kirche und Papst“) verliehen.

Werner Mester selbst zeigte sich im Zuge der Feierstunde demütig und hob die vielen Helfer, Unterstützer und Mitstreiter auf seinem Weg hervor. Vor allem aber dankte er seiner Familie – seiner Frau Christa sowie seinen Kindern – und seinem Freund Werner Bremerich, der ihm bei zahlreichen Projekten zur Seite stand. Er erklärte: „Einer alleine geht nicht – einer alleine ist nichts. Neben meiner Frau gehört ihm die andere Hälfte des Ordens.“

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