"Wir sind weit voraus"

Die Mitarbeiter der Caritas Leiter, Jürgen Voß, Birgit Heimes, Karin Arens, Marion Hegener und Jutta Voß (v.l.) freuten sich über die gute Resonanz beim Infoabend. Auf dem Foto rechts Christa-Maria Jürgens und Michael Nathen, die ein Benefizkonzert zugunsten Camino im kommenden Jahr planen.

Mit ihren Spenden und Mitgliedsbeiträgen unterstützen rund 150 Freunde den Caritas-Hospizdienst und sichern seinen Fortbestand. Ein guter Grund für das Caritas-Zentrum Lennestadt und Kirchhundem ihre verlässlichen Partner zu einem Informationsabend ins evangelische Gemeindehaus einzuladen.

Der Leiter des Caritas-Zentrum, Jürgen Voß machte deutlich, dass Camino nur im Zusammenwirken von haupt- und ehrenamtlichen Kräften sowie festen Partnern, zum Beispiel unter den Ärzten funktioniert. Durch das bündeln aller Möglichkeiten sei der Kreis Olpe im Bereich der Palliativ-Medizin gut aufgestellt. Ausführliche Informationen gab Dr. Stephan Mönninghoff. "Ich habe mitverfolgt und begleitet, wie die Caritas den Palliativdienst aufgebaut hat", so der Allgemein- und Palliativmediziner. Ausgangspunkt sei, dass die meisten Menschen in ihrer vertrauten Umgebung sterben möchten. Dr. Mönninghoff erklärte, dass Palliativmedizin die umfangreiche Versorgung unheilbarer Kranker und ihrer Angehörigen sei, mit dem Ziel bestmögliche Lebensqualität zu gewährleisten. Palliative Versorgung bedeute Symptomkontrolle, Schmerztherapie, sowie die Behandlung der Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Luftnot, Angst und Verwirrtheit, aber auch die Verpflichtung zur kontinuierlichen Betreuung.

Basierend auf der Zahl von 400 behandelten Patienten im Palliativnetz Siegen/Wittgenstein/Olpe, in den vergangenen zwei Jahren sagte der Mediziner: "Wir sind anderen weit voraus, aber ausruhen dürfen wir uns nicht."

Die Leiterin von "Camino" in Lennestadt und Kirchhundem, Jutta Voß sagte, dass "Camino" in allen Caritas-Zentren im Kreis Olpe auf der Grundlage eines christlichen Menschenbildes ein Sterben in Würde ermöglichen möchte. Die ganzheitliche Betreuung umfasse Körper, Geist und Seele. Pflegeteamleiterin Birgit Heimes erklärte den etwa 40 Anwesenden die Aufgaben der palliativen Pflegefachkräfte. Abschließend gab Jürgen Voß Einblicke in die finanzielle Situation von "Camino". Allein in Lennestadt und Kirchhundem muss der Caritas-Hospizdienst jährlich rund 140.000 Euro durch Spenden aufbringen. Selbstverständlich sei die Transparenz in der Verwendung der Spendengelder. Sein Dank galt allen, die "Camino" bei seiner unverzichtbaren Arbeit mit Spenden, Benefizkonzerten sowie als Freund und Förderer unterstützen.

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