Flächen dürfen nicht als Parkplatz genutzt werden, wenn nicht geladen wird - Stadt kündigt Kontrollen an

Zehn neue E-Ladesäulen in der Stadt Lennestadt in Betrieb

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„Großer Bahnhof“ am Bahnhof bei der symbolischen Eröffnung der zehn neuen Ladesäulen für E-Autos in der Stadt Lennestadt: Vertreter von Bigge-Energie, Stadt Lennestadt und Mennekes überprüften den ordnungsgemäßen Betrieb.

Lennestadt - Ende dieser Woche haben Vertreter des heimischen Energieversorgers Bigge-Energie, der Stadt Lennestadt und der Firma Mennekes zehn neue Ladesäulen für E-Autos in der Stadt Lennestadt eröffnet.

Die Standorte:

Altenhundem: Bahnhof/ZOB (Hundemstraße), Schneiders Hof, Krankenhaus (Am Biertappen), Sportplatz (Gustav-Hensel-Straße) 

Grevenbrück: Bahnhof/Amtsgericht (Ladestraße), Sparkasse (Kölner Straße) 

Saalhausen: Kur- und Bürgerhaus (Fasanenweg) 

Meggen: Bahnhof P+R (Von-Stephan-Straße) 

Bilstein: Amtshausplatz 

Elspe: Parkplatz Löhr bei der Kirche (Bielefelder Straße)

Die drei Kooperationspartner in diesem Ladestationen-Projekt (Betreiber: Bigge-Energie, Lieferant und Ausrüster: Mennekes, Eigentümer: Stadt Lennestadt) stellten es am Donnerstag im Rathaus vor. Die zehn neuen Ladesäulen (à zwei Ladepunkte) bedeuten gleichzeitig 20 neue „Zapfstellen“, an denen Besitzer von E-Autos ihre Wagen aufladen können. Zusammen mit der bereits bestehenden Ladestation hinter dem Rathaus gibt es also künftig elf öffentliche Stationen in der Stadt, an denen E-Auto-Besitzer "aufladen" können. Zwar gebe es aktuell "nur" 26 zugelassene E-Autos in der Stadt, wie Klimamanager Rabe beim Pressetermin mitteilte, das Projekt soll die Entwicklung zum E-Auto aber forcieren und ein Beitrag zum Klimaschutzkonzept in der Stadt sein, so Beigeordneter Karsten Schürheck. Vorläufig, so der Beigeordnete weiter, sei das Projekt "E-Laden" in der Stadt mit diesen zehn neuen Säulen abgeschlossen.

Für maximal zwei Stunden dürfen die neu geschaffenen Plätze für das Laden genutzt werden; dann muss wieder Platz gemacht werden. Verboten ist ein reines Parken auf den Ladeplätzen – sowohl von E-Autos, als auch von „Verbrennern“. „Wir werden das kontrollieren“, machte Beigeordneter Karsten Schürheck deutlich. Die Verwarnungsgelder liegen hier zwischen 15 und 30 Euro. Die Stand- bzw. Ladezeit muss durch die Parkscheibe angezeigt werden. Wird ein E-Auto ohne Ladekabel "erwischt", dann "sind wir nicht kleinlich", so der Beigeordnete. Dennoch soll schnell eine klare Linie in das System kommen. Wer sogar länger als 2,5 Stunden lädt, muss mit einer 5-Cent-pro-Minute-Strafe rechnen, die auf die Kosten für den eigentlichen Ladevorgang aufgeschlagen werden. In diesen zwei Stunden können bis zu 44 KW geladen werden - für einen "Zoe" bedeute das zum Beispiel fast ein "Volltanken". Die beiden Zapfpunkte pro Säule geben also jeweils 22 KW pro Stunde ab; es handelt sich dabei um Ökostrom von Bigge-Energie. Die Ladesäulen funktionieren übrigens Tag und Nacht.

Betreiber der Ladesäulen ist „Bigge-Energie“. Armin Fahrenkrog (Vertrieb und Marketing) stellte die Möglichkeiten für Nutzer vor: Variante 1 ist ein Vertrag mit Bigge-Energie, der einen Preisvorteil (35 Cent/Kwh) mit sich bringt. Am Monatsanfang kommt dann automatisch die Rechnung über die geladenen Kilowattstunden (plus 1 Euro Grundgebühr) ins Haus geflattert. Variante 2 ist das „Ad-hoc-Laden“, das via Kreditkarte (künftig auch Paypal) abgerechnet wird. Hier kostet der Strom 39 Cent/Kwh plus 50 Cent pro Ladevorgang extra. In diesem Fall hilft der QR-Code an der Ladesäule weiter. Am einfachsten funktioniert das Laden aber mit der „TankE“-App, die (z.B. in der Rheinschiene) auch schon in vielen anderen deutschen Städten zum Einsatz kommt. 

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