Der Weg zurück zur Malerei

Hubert Hahn zeigt seine Werke in der alten Heimat

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Die Landschaftsbilder von Prof. Dr. Huber Hahn zeigen insbesondere das heimische Sauerland, wie hier die Pfarrkirche in Grevenbrück.

Grevenbrück. Zu einer Gemäldeausstellung laden das Museum der Stadt Lennestadt und der Heimat- und Verkehrsverein Grevenbrück die Bevölkerung ab Sonntag, 3. Juli, in das Alte Amtshaus in Grevenbrück ein.

Professor Dr. Hubert Hahn aus Kassel zeigt zum ersten Mal in seiner alten Heimat Werke seines malerischen Könnens im Bereich der Aquarellmalerei, die alle erst nach seinem Eintritt in den Ruhestand entstanden sind.

Die Ausstellung steht unter dem Titel „Menschen – Tiere –Landschaften. – Jugenderinnerungen an Sporke“. Zu sehen sind die Gemälde von Hubert Hahn vom 3. bis 31. Juli im Museum. Geöffnet ist an allen Sonntagen des Monats Juli von 14 bis 17 Uhr, an Werktagen ist das Museum dienstags von 9 bis 12 und 14 bis 16 Uhr sowie donnerstags von 9 bis 12 und 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Das Malen war Hubert Hahn schon in die Wiege gelegt worden. Diese stand 1939 in Bamenohl. Schon im Kindergarten Bamenohl kam sein Maltalent zum Vorschein. Nach dem Soldatentod seines Vaters, den er nie kennengelernt hatte, zog seine Mutter mit ihm und seiner kleinen Schwester nach Sporke. Hier wuchs er auf dem Bauernhof seines Onkels Theo Becker auf. Hubert Hahn verlebte hier seine Kinder- und Jugendjahre und wurde zu einem „echten“ Landwirt.

Erst „etwas Anständiges“ lernen

Durch die Mitarbeit auf dem Bauernhof musste er seine Zeichenaktivitäten aber einschränken. Wenngleich Hubert Hahn liebend gern Maler geworden wäre, so bestand seine Mutter aber darauf „etwas Anständiges“ zu lernen.

So ging er dann 1950 zum Gymnasium in Attendorn. Nach dem Abitur studierte Hubert Hahn an der Technischen Hochschule Aachen Elektrotechnik mit Abschluss zum Diplomingenieur. Danach erfolgte das Studium der theoretischen Physik an der Technischen Universität München und Promotion zum Dr. rer. nat.. Nach seiner Habilitation erhielt Dr. Hahn im Jahr 1987 einen Ruf an den Lehrstuhl für Regelungs- und Systemtheorie der Universität Kassel.

Nach seinem Eintritt in den Ruhestand 2007 widmete sich Dr. Hahn wieder seiner Leidenschaft, der Malerei. Zunächst besuchte er regelmäßig Aquarellkurse und begab sich oft auf Malreisen innerhalb von Deutschland und auch ins Ausland. Inspiriert wurde Hahn insbesondere aber von den großen Malern, wie Goya, Francis Bacon, Cezanne, August Macke und Brueghel.

Hubert Hahn malt in kraftvollen Farben. Zu Anfang seiner malerischen Schaffenstätigkeit waren seine Werke eher zart und zeichnerisch. Heute hat er einen kraftvollen Stil, der mehr in das Abstrakte reicht. Dem Bildbetrachter lässt er die Freiheit der Interpretation. Sein Spektrum reicht von Landschafts- und Stadtbildern bis hin zu Tieren und Porträts. Die Landschaftsbilder zeigen insbesondere das heimische Sauerland.

 Von Walter Stupperich

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