Für andere im Einsatz

15-jähriger Leon Minnuto spendet die Hälfte seiner Gage an Balthasar

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Lisa-Marie Vetter und Rüdiger Barth (r.) vom Kinderhospiz Balthasar freuen sich über die Spenden von Leon Minnuto.

Olpe. Moderator, Schauspieler oder Clown: Der 15-jährige Leon Minnuto ist ein junger Künstler, der bei all seinen Auftritten in der Öffentlichkeit auch immer noch andere Menschen im Blick hat. Seit einem Jahr halbiert er seine Gagen und spendet die Hälfte an das Kinder- und Jugendhospiz Balthasar in seiner Heimatstadt Olpe.

Nicht nur Lisa-Marie Vetter, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, freute sich über die Spenden, auch Hospizleiter Rüdiger Barth bedankte sich am vergangenen Mittwoch persönlich bei Leon für sein besonderes Engagement. Insgesamt 245 Euro hat Leon bisher an Balthasar übergeben.

„Ich dachte, man kann das Geld gut halbieren und es den Menschen geben, die es gebrauchen können“, erklärte der 15-jährige Schüler bei der Spendenübergabe. Nach seiner ersten Spende im November 2016 folgten zahlreiche Auftritte: Leon moderierte unter anderem das Festival „Between the Days“, den „Lasse Dettmer-Cup“ und die Muggelkirmes sowie das erste Wendener Kinder- und Jugendkulturfestival. Hinzu kam im April eine TV-Rolle bei der Filmpool-Produktion „Klinik am Südring“. „Ich hatte nie ein Problem damit, vor Leuten zu reden“, erzählte er lachend.

Gemeinsam mit dem Theater-Ensemble Olpe führte er die Tragödie „Faust“ auf. „Wir machen an den Schulen weiter. Es ist immer noch Abistoff“, erklärte Leon. Auf einer privaten Geburtstagsfeier ist er als Clown aufgetreten: „Ich habe da die Kinder belustigt.“ Er hat sich in verschiedenen Bereichen ausprobiert und dabei festgestellt, dass Sportmoderation „nicht sein Ding“ ist.

Im Laufe des Jahres haben sich seine Zukunftspläne verändert: An Stelle einer Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann, absolviert er nach seinem Schulabschluss im kommenden Jahr einen Bundesfreiwilligendienst im Olper Krankenhaus. Anschließend will er das Fachabi machen und Gesundheitsmanagement studieren. „Ich habe mich mit einigen Schauspielern unterhalten und gelernt, dass es schwierig ist, einen Job zu bekommen“, erzählte er.

Eines hat sich jedoch bisher nicht geändert: Leon ist weiterhin vor jedem Auftritt aufgeregt.

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