Einzigartiges Geschichtsbuch

95-minütige DVD erschienen: „Von Ölpern, Olpern und Büterlingen“

Bei der Premiere im Cineplex (v.l.): Filmautor Michael Kupczyk, Prof. Dr. Markus Köster, Peter Weber und Josef Wermert.
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Bei der Premiere im Cineplex (v.l.): Filmautor Michael Kupczyk, Prof. Dr. Markus Köster, Peter Weber und Josef Wermert.

Olpe. Für den weihnachtlichen Gabentisch – und nicht nur für „Ölper, Olper und Büterlinge“ – eignet sich die DVD über „Olpe in historischen Filmen der 1930er bis 1950er Jahre“. Premiere hatte der Film vor ausverkauftem Haus am Mittwoch im Cineplex. Auftraggeber dieses sehenswerten 95-minütigen Dokuments Olper Zeitgeschichte sind das LWL-Medienzentrum in Münster und das Stadtarchiv Olpe.

Dass mit Prof. Dr. Markus Köster ausgerechnet ein gebürtiger Attendorner Leiter des Medienzentrums ist, wertete Olpes Bürgermeister Peter Weber in seiner Begrüßung schmunzelnd als bestmögliches „Zeichen der Völkerverständigung“.

„Olpe ist modern und zukunftsträchtig, aber auch geschichtsbewusst“, so Weber. Tradition und Brauchtum sei „nichts Verstaubtes“, sondern „der Anker, der uns mit unseren Vorfahren verbindet“. In diesem Sinne sei der Film ein „einzigartiges Geschichtsbuch“, das Schlaglichter auf die in den Filmen vorgestellten Jahrzehnte werfe.

„Es ist eine Begegnung mit Menschen und alten Stätten“, ergänzte Markus Köster. „Filme waren neben Fotos das visuelle Gedächtnis des 20. Jahrhunderts.“ Der Leiter des LWL-Medienzentrums lobte das Stadtarchiv Olpe und Archivar Josef Wermert ausdrücklich für die „enorme wissenschaftliche und pädagogische Arbeit“, die dort seit Jahren geleistet werde.

Grundlage für den Film ist der historische Filmbestand des Stadtarchivs Olpe, der seit einigen Jahren als Depositum im Filmarchiv des LWL-Medienzentrums seinen Platz gefunden hat. Es liegt eine Fülle von Filmmaterial aus unterschiedlichsten Quellen vor, aus alten Stadtfilmen und Eigendarstellungen lokaler Unternehmen, aus der offiziellen Kriegsberichterstattung des U.S.-Militärs, aus Dokumentationen des St.-Sebastianus-Schützenvereins Olpe bis hin zu Familienaufnahmen aus privaten Nachlässen.

Der von Autor Michael Kupczyk mit dem Produktionsteam des LWL-Medienzentrums produzierte Film beleuchtet den Zeitraum von Mitte der 1930er- bis zum Ende der 1950er-Jahre.

Begleitet wird diese filmische Zeitreise von Menschen, die diese Zeit als Kinder und Jugendliche in Olpe erlebt haben (Wilma Ohly, Paul-Heinz Gummersbach, Herbert Kemper, Johannes Neu). Sie erzählen vor der Kamera von ihren ganz persönlichen Erlebnissen in Olpe.

Die DVD „Von Ölpern, Olpern und Büterlingen“ reiht sich ein in einen umfangreichen Bestand, der 1963 mit den sogenannten „Stadtfilmen“ begonnen wurde. Diese Filme wurden im Auftrag der Stadt von einem damals existierenden „Amateur-Filmkreis Olpe“ produziert, wie Josef Wermert im Begleit-Booklet ausführt.

2012, schreibt Wermert weiter, habe sich das Stadtarchiv entschlossen, alle seine Filmrollen mangels notwendiger Technik und eines geeigneten Aufbewahrungsortes entschlossen, seine Filma und Videokassetten als Depositum ins LWL-Mediennzentrum zu übergeben. „Das Stadtarchiv erhält jeweils Ansichtskopien der übergebenen Filme. Insgesamt beläuft sich die Olper Sammlung in Münster auf mittlerweile ca. 100 Filme.“

Die DVD „Von Ölpern, Olpern und Büterlingen – „Olpe in historischen Filmen der 1930er bis 1950er Jahre“ gibt es für 14,90 Euro im Stadtarchiv Olpe, im Foyer des Rathauses oder beim LWL-Medienzentrum (Fürstenbergstraße 13-15, 48147 Münster, medienzentrum@lwl.org).

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