Was in den Bergen schläft

Reste eines ?Deutschen Türstocks? mit Verblattung, der den Stollen gegen Einsturz sichern sollte. Foto: Mario Watzek

Der Bergbau im Olper Land war wohl einst die Keimzelle des erstens Wohlstands unserer Region. Über Jahrhunderte wurde er betrieben, und auch heute noch kann man bei genauer Betrachtung viele Relikte aus dieserEpoche übertage entdecken.

Wer sich zum Beispiel einmal den Wanderungen der Olper Heimatfreunde rund um die Rhonard anschließt, der wundert sich, was noch alles erhalten ist.

Aber das ist nur ein Bruchteil dessen, was von dieser großen Tradition erzählen kann: Untertage, also unter der Erde, ziehen sich teilweise die Stollensysteme durch unsere Berge wie durch einen löchrigen Käse.

Sagenumwobene Relikte

War es nicht nur das Eisen, das unsere Vorväter suchten, so fanden sich auch hochwertige Erze wie Blei oder Zinnober, Quecksilbersulfid, und in der Rhonard gar ein Kupfer von so hoher Qualität, dass es zur Münzprägung Verwendung fand.

Die große Schwierigkeit bei der Förderung war der Wasserreichtum des Sauerlandes, der ohne Pumpen die Stollen in kurzer Zeit voll laufen ließ – daher vermuten die Fachleute geradezu sagenhaft anmutenden Gerätschaften aus der vorindustriellen Zeit, die vielleicht sogar in den alten, tiefen Hallen bis heute überdauert haben. Selbst ein großes Wasserrad von 18 Metern Durchmesser als Pumpenantrieb wird bis heute im Fels der Rhonard vermutet!

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