Olpe

„Totes Kind“: Betrüger erbeuten mit übler Masche Geld

Enkeltrick - Betrug Schockanruf
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Mehrere Menschen in Olpe wurden Opfer von Schockanrufen. (Symbolbild)

Es nimmt kein Ende: Betrüger terrorisieren Menschen in Olpe mit Schockanrufen, um an Geld zu kommen. In einem Fall hat es jetzt funktioniert.

Olpe - Sie spielen mit Urängsten der Menschen und wollen so an Geld kommen. Am Montag (5.10.2021) erhielten mehrere Menschen in Olpe erneut Schockanrufe. Die Betrüger gaben sich dabei als Polizei-Beamte aus erzählten eine Geschichte, in der nahestehende Verwandte nur dann gerettet werden können, wenn eine immense Summe an Geld bezahlt wird. Ein älterer Mann in Olpe ist nun auf die Masche hereingefallen.

StadtOlpe
Fläche85,88 km²
Einwohner24.593

Schockanruf in Olpe: Betrüger erbeuten viel Geld

Bei den Schockanrufen in Olpe meldeten sich angebliche Polizei-Beamte, die wie schon bei Fällen in der vergangenen Woche über einen angeblichen Verkehrsunfall der Tochter oder Nichte berichteten. Dabei sei ein Kind getötet worden. Die Anrufer forderten bei ihren Schockanrufen die Senioren auf, eine Kaution zur Freilassung der Angehörigen zu bezahlen. In einem Fall hat die perfide Masche der Betrüger funktioniert.

Ein älterer Mann aus Olpe übergab einem unbekannten Boten einen fünfstelligen Betrag sowie Schmuck. In einem weiteren Fall hatte eine Seniorin mehr Glück: Die Geschädigte wurde in Olpe an ihrer Hausbank von den aufmerksamen Mitarbeitern auf die „Enkeltrickproblematik“ angesprochen, sodass hier kein Schaden entstand.

Betrugsmasche in Olpe: Täter schocken mit „totem Kind“

Die Täter gehen bei diesen Schockanrufen professionell und arbeitsteilig vor. Sie sind kommunikativ geschult und sind in der Lage insbesondere alleinstehende ältere Menschen massiv unter Druck zu setzen. Diese sehen danach keinen anderen Ausweg und geben Geld an die Betrüger weiter.

Unabhängig von den geschilderten Sachverhalten in Olpe rät die Polizei, bei ähnlichen Schockanrufen sofort aufzulegen und direkten Kontakt mit den angeblich Betroffenen aufzunehmen. Familienmitglieder werden gebeten, über die Betrugsmasche mit den Angehörigen zu sprechen. In allen Fällen sollte die Polizei informiert werden.

Mit einer ganz anderen Form von Betrug muss sich aktuell die Universität Duisburg-Essen auseinandersetzen. Hier hat eine Mitarbeiterin die Noten von Studenten nachträglich verbessert. Für ihre fragwürdigen Dienste verlangte die Beschuldigte eine ganze Menge Geld.

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