Blitzeinschlag im Glockenturm

Über eine Seilbahn mit Bergungsmulde konnten alle 'Verletzten' vom Kirchengelände sicher ins Weierhohl abtransportiert werden. Foto: Corinna Schwegel

Der Zug I der Freiwilligen Feuerwehr Olpe und das Technische Hilfswerk wurden zu einer gemeinsamen Übung an die evangelischen Kirche in der Frankfurter Straße gerufen.

Das Szenario, welches sich Hans-Peter Bröcher und Martin Kleine für die 17. Übung ausgedacht hatten, lautete: Durch einen Blitzeinschlag sei es zu einem Dachstuhlbrand im Glockenturm der Kirche gekommen und Teile des brennenden Gebälks seien schon auf das angrenzende Diakoniegebäudes hinabgestürzt. Durch die alte Bausubstanz breitete sich das Feuer rasch aus und drei Personen galten als "vermisst".

Bereits nach wenigen Minuten gelang es den sechs Atemschutzträgern, der mehr 40 angerückten Feuerwehrleute, diese zu bergen. In der Zwischenzeit verhinderten die Kameraden unter der Leitung von Georg Hengstebeck eine Ausweitung des Brandes. Für die Brandbekämpfung im Glockenturm wurde der Drehleiterwagen eingesetzt.

Da aber nun der Zugang von der Frankfurter Straße aus, durch brennende Gebäudeteile versperrt war, mussten die 22 Einsatzkräfte des THWs unter der Leitung von Sebastian Solbach die betroffenen verletzten Personen, welche von der Jugendfeuerwehr dargestellt wurden, vom Weierhohl aus bergen.

Zwischen Kirche und Weierhohl liegen jedoch einige Höhenmeter Unterschied, daher wurde eine Seilbahn mit Bergungsmulde eingesetzt um die Verletzten vom Kirchengelände in das Weierhohl hinab zu transportieren. Es zeigte sich jedoch, dass Übungen wie solche vonnöten sind, um die Gegebenheiten im Stadtgebiet besser kennenzulernen.

Die Feuerwehr hatte Schwierigkeiten den Parkplatz vor Kirche zu erreichen, da ein Poller den Weg versperrte und einige Zeit des Manövrierens mit dem großen Löschfahrzeug verging, bevor mit der Brandbekämpfung begonnen werden konnte.

Auch die Einsatzkräfte des THW hatte mit Schwierigkeiten zu kämfen. Sie benötigten eineinhalb Stunden bevor das Gerüst, welches zum Bergen aus der Höhe eingesetzt wird, sicher genug stand, um den gefahrlosen Abtransport zu gewährleisten.

Insgesamt wurden jedoch alle Aufgaben bewältigt und im Ernstfall werden THW und Feuerwehr durch die Übung nun besser über die Details an diesem Einsatzort Bescheid wissen.

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