Rund 250 Olper Bürger zeigen, dass sie Gewalt nicht tolerieren

Stille Kundgebung gegen Hass: "Zeichen für ein friedliches Olpe"

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„Olpe ist bunt“: Ausgestattet mit Plakaten zeigen die 250 Bürger, dass sie keine Fremdenfeindlichkeit dulden.

„Wir Olper Bürger wollen in unseren Reihen keinen Hass und keine Fremdenfeindlichkeit. Wir lehnen jede Form von Gewalt, egal durch wen, entschieden ab“, betonte Kai Bitzer am Montagabend. Rund 250 Bürger setzten bei einer stillen Kundgebung ein Zeichen gegen Hass und Gewalt.

Sie zeigten am vergangenen Montagabend, dass sie für ein friedliches Olpe stehen und dass es keinen Platz für Fremdenfeindlichkeit gibt. Ausgestattet mit Plakaten und Kerzen machten sie deutlich, dass sie weder Hass noch Gewalt tolerieren und Flüchtlinge in Olpe willkommen heißen.

Innerhalb von anderthalb Wochen organisierte das Helferteam um Zaklina Primavesi, Kai Bitzer und Hans Nenne – die sich allesamt ehrenamtlich für die Flüchtlingshilfe engagieren – die stille Kundgebung am Geschichtsbrunnen in Olpe. Die Idee entstand, nachdem fremdenfeindliche Flugblätter verteilt wurden, „in denen suggeriert wird, Olpe könnte sein Probleme nicht lösen“, so Bitzer wütend. „Wir wollen ein Zeichen setzen, dass wir so etwas in Olpe nicht akzeptieren. Wir wollen ein Zeichen setzen für ein friedliches und menschliches Olpe“, erklärte Hans Nenne.

Kein Hass, keine Gewalt, keine Angst

60 bunte Plakate wurden beidseitig beschrieben: „Olpe ist Bunt“ – „Olpe: Kein Hass, keine Gewalt, keine Angst“ – „Menschlichkeit verleiht der Seele Flügel“ – „Die Welt braucht mehr denn je ein Friedenslicht“. Botschaften, die zeigen: „Wir sind eine starke und friedliche Gemeinschaft“. Und so wurden die Zwischenrufe einiger Gegendemonstranten auch schnell mit Applaus im Keim erstickt. Im Februar wurde Olpe mit der Flüchtlingswelle konfrontiert: „Wir sind in dieser Zeit der Flüchtlingskrise über uns selbst hinausgewachsen. Wir haben den Menschen, die zu uns kommen, ein Stück dessen geboten, was sie am schmerzlichsten vermissen: Heimat und Geborgenheit“, erklärte Bitzer in seiner kurzen Ansprache. Man habe festgestellt, dass es in Olpe besorgte Bürger gebe. Diese würden zum Telefon greifen, um zu fragen, wie sie helfen können. Und nicht zusätzliche Angst schüren. Die Bürger rücken zusammen und helfen.

Ein helles Licht für Olpe: Auch die Jüngsten zeigen, dass Olpe gastfreundlich ist.

„Danke, dass jeder von euch Olpe etwas heller macht“, so Schwester Katharina Hartleib, die im Vorfeld geholfen hatte, hundert Kerzen zu verteilen. „In Olpe gibt es keine Rechte Bewegung, Olpe braucht keine Rechte Bewegung und Olpe duldet keine Rechte Bewegung. Dafür setzen wir heute ein Zeichen“, schloss Bitzer und erhielt unterstützenden Applaus der Anwesenden. Im Anschluss gab es noch genügend Zeit für gemeinsame Gespräche.

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