Heimische Pflanzen für Schmetterlings- und Nachtfalterarten erhalten

BUND engagiert sich gegen das Insektensterben

Der BUND will heimische Pflanzen als Nahrungsquelle für Schmetterlings- und Nachtfalterarten erhalten.

Olpe - Insektensterben ist seit Jahren ein Themenschwerpunkt der BUND Kreisgruppe Olpe. Besonders bedrohte Schmetterlings- und Nachtfalterarten liegen der Kreisgruppe am Herzen. Deswegen sei es wichtig, dass sich schon Kinder früh mit diesem Thema beschäftigen.

Daher hat die BUND-Kreisgruppe Olpe im vergangenen Jahr 37 Schmetterlingsflieder und mehr als 150 Stauden für Insekten an Kindergärten und Grundschulen verschenkt. Zusammen mit Marieke Schymura wurde ein Infoflyer zum Thema Schmetterlinge entworfen, der kostenlos an Interessierte verteilt wird. Der begonnene Weg soll nun fortgesetzt und erweitert werden. Wichtig seien besonders regional gezüchtete Stauden. 

Die BUND Kreisgruppe Olpe möchte mit diesen regional gezüchteten Stauden gegen das Insektensterben ankämpfen. Honigbienen finden fast überall Nahrung. Viele wilde Insektenarten aber sind auf einheimische Pflanzen spezialisiert. Aus diesem Grund hat der BUND im vergangenen Jahr von einheimischen Pflanzen Samen gesammelt. Daraus hat Gärtner Christian Dirr in Heggen Pflanzen gezogen. 

Corona stoppt Veranstaltungsreihe

Eigentlich sollten auf einigen Veranstaltungen Erzieher, Grundschullehrer und Imker informiert werden und ihnen Möglichkeiten vorgestellt werden, die Pflanzen fachgerecht zu verwenden. Corona stoppte unerwartet diese Veranstaltungsreihe. Um das Projekt dennoch weiter voranzutreiben, wurde für eine Fläche von etwa zwei Quadratmetern ein Sortiment mit zwölf  verschiedenen Pflanzenarten zusammengestellt. Dazu gehören unter anderem: Labskraut, Wiesensalbei, pfirsichblättrige Glockenblume, Moschusmalve, Wiesenflockenblume usw. 

Dieses Pflanzensortiment können sich Kindergärten, Schulen und soziale Einrichtungen für einen Unkostenbeitrag von 18,50 Euro bei Blumen Dirr in Heggen abholen oder über die BUND Kreisgruppe Olpe bestellen. Auch Privatleute können das Sortiment für den Betrag zuzüglich einer kleinen Spende erwerben. Die Pflanzen können in ein Blumenbeet oder in den Rasen gepflanzt werden. Dazu muss man ein kleines Stückchen Rasen mit diesen Pflanzen verwildern lassen und nur ein bis zweimal im Jahr mähen. Das Ergebnis: eine schöne Blumenecke, die Schmetterlingen und anderen Insekten hilft zu überleben und gleichzeitig ihr Auge erfreut. 

Bestellungen von Kindergärten, Schulen und sozialen Einrichtungen nimmt der Bund unter info@bund-olpe.de oder telefonisch über Dieter Heide, Tel. 02761/72407, entgegen. Weitere Informationen auf der Homepage.

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